30 Days Song Challenge

Durch die Blogparade "Meine Liebste" wurde ich auf ein Projekt aufmerksam, was ich ziemlich genau vor fünf Jahren auf diesem Blog nebenbei gestartet habe. Ich habe in 30 Blogbeiträgen, zwischen dem 2. Juli 2011 und dem 1. August 2012 zu dreißig Fragen meine musikalische Meinung abgegeben. Darauf würde ich gerne heute einmal zurückblicken und schauen, wo ich mich verändert habe.

Alleine die damals genannten Lieder aus den Blogeinträgen zusammenzusammeln fand ich unglaublich spannend. In dem Jahr in dem ich über diese Lieder geschrieben habe ist viel passiert: Im Juli 2011 dachte ich noch in einer glücklichen Beziehung zu sein, es folgten schwierige Monate, die Trennung, die Phase unendlicher Freiheit. Meine damaligen Blogeinträge noch einmal zu lesen war sehr bewegend für mich selbst. Ich hatte außerdem zu dieser Zeit mehrere Menschen, die meinen Blog verfolgt und Kommentiert haben - und ich weiß teilweise noch immer nicht, wer dahinter steckt. Bei einigen Kommentaren weiß ich es hingegen und wiederum einige dieser Menschen sind kein Teil mehr meines Lebens...so ändern sich Dinge.

Aber nun, schauen wir zurück (Rechtschreib- und Grammatikfehler in alten Texten übernehme ich):

Day 1: Your favorite song

Damals:
Eine wirklich schwere Entscheidung. Es gibt viele tolle und bedeutungsvolle Lieder für mich! Aber vielleicht ist es doch dieses Lied: Mark Knopfler "What it is".
Heute:
Ja, es gehört definitiv immer noch zu den für mich wichtigsten Liedern. Ich würde also dabei bleiben.


Day 2: Your least favorite song

Damals:
Zu sagen, dass ein Lied das schlechteste ist, ist wohl noch schwerer, als zu sagen, welches das beste ist... Ich finde viele Lieder, die ich doof finde. Und gut, das nehm ich:
Helge Schneider: Käsebrot
Fans entschuldigt bitte.
Heute
Ja, es gibt wirklich viele doofe Lieder. Erst neulich beim Singstar-Abend mit Freunden fiel mir ein Lied auf, dass ich ganz besonders schlimm fand und mir daher merken wollte. Ich kann mich aber nicht mehr dran erinnern. Sicher besser so. Ich war kurz versucht nun anzumerken, dass ich Psy - Gangnam Style noch schlechter finde, klickte dann aber nochmal aufs Käsebrot...und dabei bleibe ich wohl doch.

Day 3: A song that makes you happy

Damals:
Passend zum Thema: Harry Potter Theme

Heute:
Ja, ich liebe dieses Lied! Und es macht mich glücklich!

Day 4: A Song that makes you sad

Damals:
Traurig vielleicht nicht unbedingt, aber zumindest melancholisch und nachdenklich.
Tomte- Ich sang die ganze Zeit von Dir Würde vielleicht auch noch zu anderen, noch kommenden Kategorien passen... 

Heute: 
Nein, ich glaube, dieses Lied macht mich nicht (mehr) traurig. Es ist ein Lied, das für mich einfach an Bedeutung verloren hat. Momentan würde ich hier Evanescence - My immortal sagen. Es ist für mich ein sehr schönes, trauriges Lied, erinnert mich an eine sehr liebe Freundin, die ich vermisse und es gibt außerdem ein wunderschönes Fanvideo zu meiner Lieblingsserie dazu.

Day 5: A song that reminds you of someone
 
Damals:

Auch wenn auch das letzte Lied schon dazugehörte, poste ich gerne erneut ein Lied.
Aus dem Mozart-Musical: Gold von den Sternen.
Erinnert mich an die tollste Freundin, die man sich wünschen kann und die leider viel zu weit weg ist.

Heute:  
Ja, dieses Lied erinnert mich noch immer an dieselbe Person, die ich noch immer genauso lieb habe und die noch immer genauso weit weg ist.

Day  6: A song that reminds you of somewhere

Damals:
Dem heutigen Tag gewidmet und außerdem einem tollen Künstler, der ganz aus der Nähe kommt. Jasper- Letzter Tag am Strand 

Heute:
Das Lied mag ich noch immer. Ich dachte beim Hören aber nicht mehr an den Strand, den ich damals damit meinte. Es war der Strand an dem mein damaliger Freund und ich zusammenkamen und an den wir immer wieder zurückkehrten. Ich werde vermutlich nicht mehr dorthin fahren - warum auch? Jaspers Lied steht für mich trotzdem für Strand im Allgemeinen. Aber ich glaube also, es wäre hier Zeit für ein neues Lied. Hier entscheide ich mich für Paul Kalkbrenner - Sky and Sand. Es erinnert mich an meine WG. Auch eine vergangene Zeit. Es steht für mich aber auch für die Zeit zwischen den Beziehungen, alleine und doch unter Menschen, durchfeierte Nächte.

Day 7: A song that reminds you of a certain event



Damals:

Von den Carpenters- Close to you
Erinnert mich an die Zeit mit dem Chor, als wir "Der Impresario von Smyrna" zusammen mit der Theater-AG aufgeführt haben. Das waren ein paar musikalisch sehr intensive Aufführungen! Außerdem ist es ein schönes und recht kitschiges Liebeslied...

Heute
Die Erinnerungen an die Aufführungen sind mittlerweile sehr verblasst. Das Lied habe ich seitdem mehrmals gehört, meinem Freund gezeigt, und ich verbinde es mittlerweile eigentlich gar nicht mehr mit der Schulzeit. Also auch hier - Zeit für was Neues! Hier entscheide ich mich ganz spontan für George Formby - Leaning on a lamp post. Es erinnert mich an unseren Englandurlaub im vergangenen Herbst, als wir Pevensey Castle besuchten.


Day 8: A song that you know all the words to


Damals:
Da gibt es wohl auch mehrere Lieder. Eins, das mir mal sehr wichtig war, weil ich es seltsamer Weise mit einem Menschen verband, der mich aus einem noch seltsameren Grund wohl irgendwann mal sympathisch war. Der Text passt überhaupt nicht zu diesem Menschen, oder dazu, was wir miteinander zu tun hatten. Und mittlerweile frage ich mich, warum mir dieser Mensch mal wichtig war, obwohl wir nie mehr miteinander zu tun hatten als eine flüchtige Bekanntschaft. Kennt ihr das, wenn ihr jemanden eigentlich gar nicht richtig kennt und auch wisst, dass sich das nie ändern wird, aber aus irgendeinem Grund, dieser Mensch trotzdem in eurem Kopf bleibt? Und selbst jetzt, obwohl er mir längst nicht mehr sympathisch ist, kann ich ihn nicht vergessen und irgendwas ist da...ich möchte es fast Faszination nennen. Aus irgendeinem Grund. Also: Für T.G: Cat Stevens/ Yusuf Islam- Father and Son

Heute:
Besonders spannend finde ich die Geschichte, die hinter diesem Song steht und die Widmung betrifft. Ich war schon immer (!) auf der Suche nach einem persönlichen Mentor. Ich wollte eine Person finden, die ich menschlich und fachlich gut finde, die für mich eine Vertrauensperson sein kann und an die ich mich irgendwie wenden kann. Meistens waren das für mich Lehrer oder ähnliche Personen, zu denen ich eine natürliche Distanz hatte (und auch für sinnvoll empfand), zu denen ich aber trotzdem eine Bindung hatte. Und nahezu jeder dieser Mentoren hat mich irgendwann enttäuscht. Über viele dieser Enttäuschungen bin ich ganz und gar hinweg, so auch über diese. Daher hat aber auch das Lied keine große Bedeutung mehr für mich und ich kann es tatsächlich nicht mehr auswendig. Ich musste jetzt auch tatsächlich sehr lange überlegen, welche Lieder ich denn so auswendig kenne...ich entscheide mich für Eric Clapton - Tears in Heaven. Es ist aber tatsächlich auch ein zu Tag 4 passendes Lied, weil es mich sehr traurig macht.



Day 9: A song that you can dance to


Damals:
Ich bin ja nicht die begeiserte aller Tänzerinnen...und so überlegte ich erst, Euch einfach ein Discofox-Lied hier zu präsentieren...davon gibt es ja viele, und dazu kann sogar ich tanzen. Aber da ich gerade erstaunlich gute Laune habe (Danke!) hier mein Lied:
Katrina and the Waves- Walking on Sunshine 

Heute:
Meh. Ich tanze wirklich nicht gerne. Also schon so Standard-Tanz, aber viel zu selten und viel zu wenig, sodass ich nicht mal sagen würde, dass ich das wirklich (noch) kann. Aber na gut, so ein kleiner Walzer, das geht sicher. Doris Day - Que sera sera!


Day 10: A song that makes you fall asleep

Damals:
Das hat schon immer geholfen! Lied in der Endlosschleife und irgendwann schlafe ich. Egal was ich vorher alles mir hab durch den Kopf gehen lassen, egal was für Geräusche um mich herum sind. Kevin Kern- Imagination's key Gleichzeitig unser Lied! 

Heute:
Jaaa, das Thema ist definitiv durch. Das war damals unser Lied und ich ertrage es tatsächlich kaum noch. Aber es sollte schon instrumental sein, denke ich, sonst konzentriere ich mich immer wieder auf den Text. Wobei ich mich kenne -  wenn ich nicht einschlafen kann, dann sorgt auch selten Musik dafür. Trotzdem entscheide ich mich für Tom Tykwer, Johnny Klimek & Reinhold Heil - Cloud Atlas.

Day 11: A song from your favorite band 


Damals:
Lieblingsband...eigentlich keine leichte Entscheidung. Es gibt mehrere Bands, die ich ziemlich gut finde. Letztlich war meine Entscheidung dann aber doch schnell getroffen. Einfach DIE Band, die beste Band, die beste Band aller Zeiten.
The Beatles- She's Leaving Home
Ein schönes Lied. Erinnert mich natürlich ans Großwerden, ans Erwachsenwerden, an die Beziehung zu meinen Eltern (im weiteren Sinne). Erinnert mich aber auch an den Musikunterricht der 9. und 10. Klasse. Und selbstverständlich an meine Beatles-Leidenschaft, die sicherlich in der 6. Klasse entfacht wurde, dank eines wirklich guten Musiklehrers. Schade, dass ich eigentlich zu spät erkannt habe, dass dieser Lehrer wirklich gut war. Auf seine Art. Danke an G.B. 

Heute:
Und willkommen zurück zum Mentoren-Thema. Im Grunde einer meiner ersten Mentoren, nur, dass ich es damals noch nicht erkannt habe. Auf jeden Fall denke ich mit Freude zurück. Ich weiß nur nicht, ob die Beatles momentan meine Lieblingsband sind. Mir fällt aber auch beim besten Willen keine Band ein, die sie ablösen könnte. Also belasse ich es erst einmal, wenn auch höchst unentschlossen, dabei.

Day 12: A song from a band you hate


Damals:
Als erstes: Es gibt keine Band die ich hasse...also eine die ich nicht mag.
Randfichten- Holzmichl 

Heute:
Das Lied habe ich damals ebenso zufällig ausgewählt, wie Lied Nummer 2. Es gibt wirklich keine Bands die ich hasse. Aber das Lied bleibt schlimm.

Day 13: A song that is a guilty pleasure


Damals:
Finde ich ziemlich schwer zu sagen...guilty pleasure?! Nunja...ich weiß nicht...
Schandmaul- Dein Anblick

Heute:
Mir erschließt sich das Konzept von "guilty pleasure" noch immer nicht. Und ich weiß, dass es mir damals auch schon so ging. Das Lied liebe ich sehr und denke mittlerweile, dass es sich dabei nicht um "guilty pleasure" handelt. Ich fragte meinen Freund eben, was er sich unter dem Konzept "guilty pleasure" vorstellt und er erklärte es mir. Um sicherzugehen ob ich verstanden habe, fragte ich: "Wenn ich also Herbert Grönemeyer höre und es mir gefällt?" Er: "JA." Also: Herbert Grönemeyer - Demo (Letzter Tag). Ich liebe dieses Lied!

Day 14: A song that no one would expect you to love

Damals:
Mal wieder eine schwierige Aufgabe. Viele wissen mittlerweile wohl, dass ich viele Seiten habe. Dass ich viel mag. Dass ich nicht immer richtig oder gut einzuschätzen bin. Gibt es also wirklich ein Lied, von dem keiner denkt, dass ich es lieben würde? Vielleicht nicht. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass nicht. Aber für einige vielleicht doch überraschend. ASP- Duett

Heute: 
Das Lied liebe ich nach wie vor enorm. Ich weiß nur nicht, ob Menschen das von mir erwarten? Ach, sicher nicht. Ich bleibe dabei.

Day 15: A Song that describes you

Damals:
Mad World. Vielleicht auch nur jetzt gerade. Und vielleicht, weil es eigentlich kein Lied gibt, dass mich beschreibt. Oder einfach zu viele. Und weil ich jetzt gerade in einer Verfassung bin, in der es mich selten gibt, bekommt ihr den Link zu einer Version, die sehr anders ist. Und die ich sehr toll finde, auch wenn ich das Original sehr liebe. Vielleicht erwartet ihr die Version nicht von mir. Also.
Paul Kalkbrenner- Mad World. 

Heute:
Ich erinnere mich gut an die Zeit zurück. Es war eine sehr schmerzhafte Zeit. Rückblickend betrachtet muss ich feststellen, dass mich besonders der eine Kommentar unter dem damaligen Beitrag enorm traurig macht. Das Lied passte damals also perfekt. Was beschreibt mich aber jetzt? Das ist wirklich schwer. Ich entscheide mich spontan für Lana del Ray - Young and beautiful.

Day 16: A song you used to love but now hate

Damals:
Ich hoere die ganze Zeit so viel Musik, so viele tolle Lieder, die nachdenklich machen, oder gluecklich oder traurig. Deshalb ist das nun echt eine Herausforderung, ein Lied zu finden, dass ich hasse. Ein Lied, dass ich einst liebte und nun hasse. Die meisten Lieder, die ich liebe, liebe ich aufgrund emotionaler (Ver-) Bindungen zu Menschen oder Erlebnissen. Wenn ich diese nun hasse, muss es ja so sein, dass ich diese Verbindung aufgegeben habe oder davon enttaeuscht worden bin, aus irgendeinem Grund, oder nicht?
Tut mir Leid, ich kann das gerade nicht. Ich denke seit fast einer Stunde darueber nach und hoere Lieder und suche Lieder und denke an Menschen, an Situationen. Aber jedes Lied, was ich einmal liebte, was mir mal was bedeutete, was ich mal fuer schoen empfand ist es auch immer noch. Auch wenn die Menschen nicht mehr in meinem Leben sind, die Zeiten vorbei sind. Ich denke weiterhin nach und wenn mir was einfaellt, schreibe ich es. Versprochen! 

Heute: 
Hum. Oben bereits erwähntes Kevin Kern- Imagination's key kommt sehr nah dran. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass ich es hasse, aber ich ertrage das Gedudel nicht mehr.

Day 17: A song that you hear often on the radio

Damals:

In der letzten Zeit echt oft gehört und viele schöne Momente damit verbunden...
Take That- The Flood

Heute:
Ja, das ändert sich natürlich. Alleine, weil das was vor fünf Jahren im Radio lief, nun nicht mehr oft läuft. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch wirklich selten Radio höre. Eine Zeit lang lief Imagine Dragons - Radioactive mal sehr oft, das mag ich auch nach wie vor sehr gerne. Was aktuelleres fällt mir gerade leider nicht ein.

Day 18: A song that you wish you heard on the radio

Damals:

Weil ich das Lied zur Zeit einfach wunderschön finde!
Mark Isham- Suite from Life As A House

Heute:
Ah...das Lied ist so schön! Wie gesagt, ich höre kaum Radio. Aber da ich das Lied nach wie vor traumhaft finde, bleibe ich dabei.


Day 19: A song from your favorite album

Damals:

Mein Lieblingsalbum ist "Get Lucky" von Mark Knopfler (weil ich es im Gegensatz zu "Sailing to Philadelphia" besitze!). Ich habe es mir damals ohne zu zögern und ohne reinzuhören spontan gekauft und es nie bereut- es ist phantastisch. Für Euch hier: Mark Knopfler- Border Reiver Ich liebe dieses Intro sehr und es ist eines der wenigen Lieder, das nicht schlechter wird, sobald der Gesang losgeht. Ich hoffe, es gefällt Euch! :)
Heute:
Hach! Das Lied ist toll. Und seitdem ich es damals hier ausgewählt habe, habe ich es noch oft gehört, unter anderem zweimal live, in Bremen 2013 und in der Nähe von Wien 2015. Beides tolle Erinnerungen. Mehrere Dinge haben sich trotzdem geändert: Ich besitze mittlerweile auch "Sailing to Philadelphia" (und liebe es mehr als "Get Lucky") und Mark Knopfler hat seitdem ein weiteres Album herausgebracht. Mein Lieblingsalbum dürfte also alles in allem "Sailing to Philadelphia" sein und ich nehme daher gleichnamigen Song. Mark Knopfler - Sailing to Philadelphia.


Day 20: A song that you listen to when you’re angry

Damals:

Ich glaube ich hör selten Musik, wenn ich sauer/wütend bin. Wenn dann aber definitiv nichts aggressives, dann würd ich ja eher abdrehen. Also was ruhiges...hmhmhmh...
Das ist schön! Da kann man nicht mehr sauer sein. Pachelbel- Kanon in D Dur

Heute:
Finde ich vor allen Dingen den Blogbeitrag dazu spannend. Nach den ganzen Blogbeiträgen davor, die eigentlich deutlich das Ende meiner damaligen Beziehung zeigten, ist dieser Beitrag wieder vollkommen verliebt und harmonisch. Verrückt, wie lange ich diese Beziehung zu retten versucht habe. Rückblickend betrachtet macht alleine das mich ein bisschen wütend - ich hätte es viel eher beenden sollen. Das Lied ist schön. So richtig passt es irgendwie trotzdem nicht. Aber die Erklärung schon - ich höre halt keine Musik, wenn ich wütend bin. Bleibt es halt dabei.

Day 21: A song that you listen to when you’re sad
 

Damals:
Revolverheld- Halt Dich an mir fest
Für N. der es bestimmt nicht liest. Danke, dass Du Dir mit mir den Sturm anhören möchtest.

Heute:
Mal wieder eine spannende Widmung für mich. Weil dieser Mensch, der mir damals so wichtig war, nun nicht mehr in meinem Leben existiert. Es ist aber auch interessant, weil es definitiv zu dem Prozess gehörte, in dem ich mich immer mehr von meinem damaligen Freund trennte - innerlich. Bis zur endgültigen Entscheidung. Die mir dann ganz leicht fiel. Das Lied passt zu genau der Stimmung. Aber passt heute nicht mehr zu mir und ich höre es nicht mehr, wenn ich traurig bin. Dafür habe ich mal spontan ein anderes Lied ausgesucht, dass ich gerne höre, wenn ich melancholisch bin. Peter Hollens - The Hanging Tree. Ich mag den Künstler sehr. Und das Lied. Das für mich natürlich zur Hunger Games-Reihe gehört.

Day 22: A song that you listen to when you’re happy


Damals:
Ich bin gerade ziemlich oft am Wechseln, zwischen glücklich und nachdenklich. Und ein Lied, das einfach immer passt, zu guter Laune, hab ich Dank "How I met your mother" kennengelernt. DAS Lied, das Marshall und Ted in einer Endlosschleife im Fiero hören... Proclaimers- 500 Miles Einfach super! Immer wieder.

Heute:
Immer wieder. Immer wieder. Immer wieder. Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. Mein Freund und ich haben dieses Lied auf eine CD gebrannt und auf unserem Roadtrip nach Berlin in der Endlosschleife gehört. Geht immer.


Day 23: A song that you want to play at your wedding

Damals:
Aus gegebenem Anlass, weil ich es wirklich, wirklich traurig finde, dass eine der bedeutendsten und wunderbarsten Sängerinnen unserer Zeit tot ist: Whitney Houston- I will always love you Außerdem ist es natürlich ein wunderschönes Liebeslied, dass ich auf meiner kitschigen, weißen Traumhochzeit unbedingt hören möchte...<3

Heute:
Näääh. Nicht mehr so meins. Vielleicht eher: Rammstein (feat. Sharleen Spiteri)- Stirb nicht vor mir. 
Vielleicht aber auch Neil Hannon - Love don't roam.


Day 24: A song that you want to play at your funeral

Damals:
Jeff Buckley- Hallelujah

Heute:
Ja.

Day 25: A song that makes you laugh

Damals:
Eigentlich hatte ich ja Lust eine Band zu Posten, die ich gerade echt gerne höre. Die muss dann aber leider noch warten. Denn zu diesem Thema passt nur eins.
Dschungelbuch- Probiers mal mit Gemütlichkeit!

Heute:
Ach, ne, ich weiß nicht. Das eher nicht so. Eher Proclaimers- 500 Miles, auch wenn wir das schon hatten.

Day 26: A song that you can play on an instrument

Damals:
Erstmal muss ich mich dafür ja für ein Instrument entscheiden. Die Wahl fällt leicht: Oboe. Nur welches Stück. Ich entscheide mich für ein Orchesterstück und erinnere mich zurück an eine wichtige und erfahrungsreiche Zeit meines Lebens. Ich danke dem ganzen Orchester für die gemeinsame Zeit und den beiden Dirigenten für Einiges. Dem Einen für die enorme Herzlichkeit, die liebevolle Art, den vielen Zuspruch und das Mutmachen, wenn es mal nicht so klappte. Dem Anderen danke ich für die Erfahrung, zu erleben, wie man als junger Musiker richtig leidet. Denn was einen nicht umhaut macht ja bekanntlich nur stärker. Also: Antonin Dvorak: Amerikan. Suite, 5. Satz
Heute:
Meine Oboen-Fähigkeiten sind nicht mehr wirklich doll. Also müsste ich auf ein anderes Instrument zurückgreifen. Auf dem Klavier reicht es nur zur Freude schöner Götterfunken. Auf der Chalumeau reicht es immerhin zum König in Thule. Nicht so schön, wie in meiner liebsten Fassung, aber immerhin. Faun - König in Thule.

Day 27: A Song that you wish you could play


Damals:

Abel Korzeniowski- Charms Eines der Lieder aus dem Film W.E., den ich letzten Montag gesehen habe. Ein wunderschöner Film, wundervolle Musik, die zum träumen und nachdenken anregt. Viel Spaß! 

Heute:
Ja, die Filmmusik mag ich noch immer. Wenn ich das spielen könnte, auf irgendeinem Instrument, das wäre schon schön.

Day 28: A song that makes you feel guilty

 
Damals:

"Guilty" ist jetzt nicht genau die Beschreibung, die mir einfallen würde. Aber das Lied passt irgendwie, zu allem gerade. Ein bisschen zu guilty, ein bisschen zu einer Person, der ich sehr danke, ein bisschen zum Thema dieses Eintrages (besonders "...it hurts to grow up...") Ben Folds- Still fighting it (in dieser Version, denn die Aussage ist so wichtig!) 

Heute:
An das Lied dachte ich vorhin schon. Bei den Gedanken zu Tag 4 und dem traurigen Tag. Der Grund dafür ist der Mensch, mit dem ich das Lied verbinde. 'Guilty' ist trotzdem nicht so ganz das richtige Wort, nach wie vor. Aber ich lasse es mal so stehen.
 

Day 29: A Song From Your Childhood

Damals:
Dschungelbuch: Elefanten-Song (Frühpatrouille)

Heute:
Absolut.

Day 30: Your favorite song at this time last year.
 

Damals:
Ein Jahr. Was sich in einem Jahr alles ändern kann! Vor einem Jahr war mein damaliger Freund gerade aufgebrochen, nach Amerika. Der Anfang vom Ende. Jetzt bin ich wieder Single, das erste Mal seit vielen Jahren. Ich bin nicht auf der Suche und dennoch am Finden. Ich finde Menschen, die mich ein Stück begleiten und mit denen ich teile, mein Leben, Momente und Erfahrungen.
Ein Jahr, voller Erlebnisse, Enttäuschungen, Entdeckungen. Ein Jahr des Findens zu mir selbst. Ein Jahr. Unglaublich. Und mein Lieblingslied letztes Jahr, um diese Zeit? Am 1. August, an dem ich gerade meinen neuen Job hatte? Ich weiß es nicht sicher, aber ich weiß, ich mochte dieses zumindest sehr gerne:
Jasper- Hätte ich Und ein Jahr später? Jetzt gerade ist es dieses: Christina Perri- Jar of hearts Für alle Menschen, die Narben in unserem Leben hinterlassen.
Heute:
Beide Lieder mag ich nach wie vor, höre ich aber kaum. Mal schauen, was habe ich denn vor einem Jahr so gehört? Oh, vor ziemlich genau einem Jahr waren wir in Wien und beim Mark Knopfler-Konzert. Daher dürfte es wohl irgendwas von ihm gewesen sein... Nehme ich mal Privateering!



WOW!
An diesem Artikel habe ich nun wirklich viele Stunden gearbeitet, viel nachgedacht, viel Musik gehört, viele Erinnerungen sortiert. Für mich selbst ein sehr spannender Artikel - vielleicht ja für Euch auch!
Alles Liebe!

Eure




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