Das Semester neigt sich...

Ihr kennt das ja schon irgendwie von mir, oder? Am Anfang eines Semesters bin ich total motiviert und schreibe ganz viel über die neuen Seminare. Und je weiter diese dann voranschreiten, desto weniger schreibe ich darüber. Aber nun ist das Semester fast zu Ende und ich möchte sehr gerne schon einmal einen Rückblick wagen und erzählen wie die Seminare nun für mich waren. Ende Oktober begann ich das Semester und schrieb darüber hier.

Schwedisch: Vergangenen Montag schrieb ich meine Schwedischklausur. Ich gehe durchaus davon aus, dass ich diese bestanden habe, wenn auch nicht so gut wie ich es gerne hätte. Der Kurs hat mir viel Spaß gemacht, obwohl er montags um 8 Uhr begann. Ich war im normalen Unterrichtsgeschehen sehr motiviert und auch durchaus gut, habe aber zuhause nie etwas nachbereitet und selten Vokabeln gelernt. Das rächte sich dann beim Lernen für die Klausur - denn auch das kam zu kurz da einfach viel zu viel nebenbei war (in der vergangenen Woche war ich mit meiner besten Freundin bei guten Freunden in Berlin, wir waren im Musical "Elisabeth" und hatte eine großartige Zeit. Nebenbei liefen die Proben für unser Theaterstück "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" und wir hatten am vergangenen Sonntag erneut einen Auftritt). Ja, also wenig auswendig gelernt. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht und ich habe durchaus das Gefühl schon eine ganze Menge zu können.

Liebestod: Jaaaa. Dieses Seminar. Donnerstags um 8 Uhr morgens ist irgendwie eine ungünstige Zeit, vor allen Dingen wenn man nicht so motiviert dabei ist wie beim Schwedischkurs. Dementsprechend habe ich rund die Hälfte aller Veranstaltungen verpasst. Gerade heute hatte ich allerdings wieder eine Sitzung und es war sehr spannend für mich. Wir haben uns mit Tristan beschäftigt - viel mehr allerdings mit seiner Zeugung, seinen Eltern und deren Tod. Für mich ein wundervoller Liebestod, vielleicht der Schönste bisher. Und immer wieder die Frage: Würde man selbst aus Liebe sterben? Wofür lohnt es sich zu sterben? Wie wichtig ist Liebe?

Praktiken des Handschreibens: Dieses Seminar hat mich viele Nerven gekostet. Ich hatte bereits am Anfang vermutet, dass es sehr anspruchsvoll werden würde - und das hat sich bewahrheitet. Viele der Texte die wir lesen mussten, waren grässlich. Warum meinen intelligente Leute, dass sie sich unbedingt so ausdrücken müssen, dass sie keiner versteht? Trotzdem waren viele der besprochenen Aspekte sehr interessant. Das Seminar ist tatsächlich auch das einzige Seminar, das nun schon zu Ende ist. Die letzte Sitzung am Montag musste ich mitgestalten und auch das war noch einmal sehr arbeitsintensiv. Umso glücklicher bin ich nun, dass dieses Seminar zu Ende ist! Einen wirklichen Erkenntnisgewinn habe ich allerdings nicht. Ich werde weiterhin die Handschrift zu schätzen wissen, schützen und so oft verwenden, wie es eben geht.

Sprache des Gefühls:  Hier handelt es sich nach wie vor um ein sehr spannendes Seminar. Wir haben viele Sachverhalte analysiert: Musikvideos (wir haben sogar Helene Fischer ertragen und analysiert), Youtuber die in Videos über Mode, Schminke und Urlaub reden, Berlin - Tag und Nacht, Werbung und viele verschiedene Texte. Stets war die Frage: Wie werden Gefühle hier inszeniert? Was soll erreicht werden? Welche sprachlichen Mittel werden eingesetzt?

Medien der Aufklärung: Jaaaa. Diese Vorlesung. So froh ich anfangs über die Abwechslung war, so genervt bin ich mittlerweile von der Veranstaltung. Die Dozentin ist intelligent, engagiert und lebhaft - aber irgendwie finde ich dennoch so gar nicht in das Thema und finde jede einzelne Vorlesung schrecklich langweilig. Da wir uns zudem aber nicht in der Offenheit eines riesigen Vorlesungssaal befinden sondern in einem kleinen Seminarraum, kann man nicht einfach nebenbei etwas anderes machen. Also sitze ich dort Woche um Woche, schreibe mit, und male oder kritzele nebenbei ein kleines bisschen. Wirklich schade!


Notizen während der Vorlesung...

Romantik: Im Grunde weiß ich über die Romantik nach einem Semester immer noch nicht so viel mehr. Die grobe Zeit, einige Vertreter und ihre Werke, ja klar. Aber die Grundprinzipien? Die sind mir noch immer nicht ganz so klar. Es gab viele Referate in diesem Seminar und ich bin nicht so der größte Referate- und Gruppenarbeitsfan. Aaaber all' diese negativen Faktoren hat der Dozent wieder ausgeglichen mit seiner motivierenden Art, seinen Geschichten und Erzählungen und seinen Entdeckungen. So war der Dienstagnachmittag stets ein Highlight und ich habe Neuigkeiten aufgesogen wie ein Schwamm. Und möchte mich nun in ein neues Projekt stürzen.

Literatur in der DDR/
Hans Sachs/
Bibliotherapie:

Diese Seminare habe ich leider nach dem Anfang nicht weiter belegt. Zeit, Genre, Dozent, Uhrzeit - irgendeinen Grund gab es immer und so besuchte ich nur fünf Veranstaltungen und den Schwedischkurs. Damit war ich recht faul, auch wenn ich natürlich durch verschiedene andere Aktivitäten stets eine sehr volle Woche hatte. Nun stehen noch zwei Prüfungsleistungen an, eine in der Romantik, eine in der Sprache des Gefühls.
Im nächsten Semester muss das allerdings anders werden. 10 bis 12 Veranstaltungen sind dann das Ziel und mindestens drei Prüfungsleistungen. Denn der Master darf nicht aus dem Blickfeld verschwinden.


Ich hoffe, dass es ein gutes Veranstaltungsangebot geben wird und ich das alles schaffe! Drückt mir die Daumen!

Eure



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