Typisch für...

Dass die liebe Kebo in diesem Jahr ein Blogevent veranstaltet, bei dem ich nun schon in mehreren Monaten mitgemacht habe, das wisst ihr ja sicherlich.


So habe ich im Januar über meine Stadt geschrieben, im Februar über Karneval, im März über Sonntage, im April über den Frühling und im Juni über meinen Urlaub. Bei den anderen Monatsthemen hatte ich entweder keine Zeit oder mir gefiel das Thema nicht so sehr. Und auch bei "Typisch für mein Sternzeichen" war ich nicht sonderlich überzeugt. Ich verfolge Sternzeichen überhaupt nicht, kann zwar vielleicht alle zusammenbekommen, aber nicht im Jahr richtig zuordnen und habe keine Ahnung, was man über mein Sternzeichen sagt. Also nein, darüber wollte ich nicht schreiben.

Aber der Zufall wollte es anders. Ich kaufte mir letzte Woche ein neues Kochbuch: "Winter in der Küche". Und beim Durchblättern entdeckte ich die Seite "Das Horoskop des Schützen" mit einem "Geburtstagsdiner für den Schützen". Na dann, dachte ich mir, dann schreibe ich halt doch darüber.

Also, was sagt das Horoskop? Ich nehme es einmal auseinander (alles Kursive aus: Oskar Marti: Ein Poet am Herd. Winter in der Küche. Seite 50):

"Der Schütze ist fast so schnell wie sein Pfeil - immer auf dem Sprung, immer in Bewegung." 
-> Ja, dem kann ich schon zustimmen. Zwar bin ich nicht im eigentlichen Sinn schnell unterwegs, aber doch stets am Herumwuseln und stets gut beschäftigt.

"Er kommt nur selten außer Atem, er ist ein Enthusiast." 
-> Ja, doch, durchaus, auch das. Auch wiederum weniger im sportlichen Sinne (hrm!), aber wie gesagt: Beschäftigt, stets voller Ideen und Termine, und ziemlich optimistisch, meistens.

"Aber er ist unbeständig, dauernd auf der Suche." 
-> Nein, das würde ich jetzt nicht so ganz so sagen. Auf der Suche, ja, durchaus, irgendwie. Aber unbeständig? Nicht unbedingt.

"Was immer er auch tut, lieber hätte er gerade etwas anderes gemacht."
 -> Nein. Das definitiv nicht. Egal wie voll mein Tag oder meine Woche ist, ich versuche mich ganz und gar auf dem Moment zu konzentrieren und diesen auszuleben. Natürlich habe ich stets im Kopf, was noch alles auf mich zukommt, aber ich bin ganz und gar bei dem, was ich tue, mit ganzem Herzen und voller Leidenschaft.

"Schützen sind sehr selbständig und verwirklichen sich am besten in Berufen, die in die Ferne schweifen, denn Reisen geht ihnen über alles."
-> Jain. Selbständig bin ich vermutlich wirklich sehr. Und ich liebe das Reisen, absolut. Aber das Reisen gehört für mich in die Freizeit, nicht in den Beruf. Meine Berufe sind bodenständig und vor Ort.

"Es kann vorkommen, daß sie es versäumen, eine Familie, Freunde und ein Heim zu haben, denn Gefühle wie Liebe gehören nicht zu ihren Hauptsorgen."
-> Ich glaub es hackt. Also mag ja sein, dass das vorkommen kann, bei Schützen (nette Formulierung, lässt ja alles offen), aber bei mir trifft das so definitiv nicht zu. Ich finde es lediglich interessant, dass es mir nicht sehr fremd ist, vom Grundansatz, weil ich durch die vielen Umzüge in meiner Kindheit und Jugend durchaus ein bisschen heimatlos bin und es mir schwer fiel, Freundschaften zu schließen, die Entfernungen aushalten. Das liegt aber nicht an meinem Sternzeichen, sondern an den Umzügen. Liebe ist aber für mich definitv das Wichtigste im Leben.

"Unstet wie sie sind, gehen sie am liebsten erst spät feste Bindungen ein, werden dann aber aufmerksame, angenehme und zuvorkommende Partner."
-> Ähem?! Ich weiß ja nicht, wie dort 'spät' ausgelegt ist. Ich hatte erst mit 17 meine erste Beziehung, das mag für einige Menschen spät sein. Aber nun bin ich 24 Jahre alt und der festen Überzeugung, die festeste aller möglichen Beziehungen zu haben (und finde das überhaupt nicht spät!). Aufmerksam, angenehm und zuvorkommend bin ich natürlich (!). Aber. Nicht. Unstet. Man!

"Schützen sind uneigennützig und Idealisten."
-> Ich weiß nicht, wie uneigennützig ich wirklich bin, das vermag ich nicht zu sagen. Idealist, ja.

"Verglichen mit dem Erfolg und der Befriedigung, die sie sich dadurch verschaffen, bedeutet ihnen Geld höchstens ein notwendiges Übel."
-> Eine seltsame Formulierung, über die ich mir sehr unschlüssig bin. Ich bin nicht darauf aus, das große Geld zu verdienen oder den reichen Mann zu finden. Dann hätte ich nicht Germanistik studieren dürfen. Erfolg und das Gefühl, etwas Gutes/Sinnvolles zu leisten, sind toll. Es war für mich ein großartiges Gefühl, meine Bachelorarbeit zu vollenden und zu bestehen und meine erste Publikation zu veröffentlichen - für beides habe ich keinen Cent bekommen und der Erfolg ist für mich dennoch unbezahlbar. Dennoch ist Geld generell mehr als notwendiges Übel. Ich möchte nicht in Geldsorgen leben müssen, möchte nicht unterscheiden müssen, zwischen Monatsanfang und Monatsende, möchte genug Geld haben, um nicht lediglich zu überleben, sondern möchte leben. Möchte reisen, gut essen, genießen, mich gut kleiden... Dafür ist Geld von Vorteil, dafür arbeite ich, dafür spare ich an gewissen Stellen.

"Der Schütze liebt es, einen richtigen Keller mit köstlichen Weinen und Spirituosen zu besitzen. Mit Wehmut wird er dann und wann eine Flasche öffnen und dabei die Stimmung vergangener Reisen und Unternehmungen noch einmal erleben."
-> Ja, absolut, rundum. Ein Keller voller eingemachter Schätze, voller Weine und Schnäppse - durchaus ein Traum (wie eine eigene Bibliothek!). Und auch das Gefühl, etwas aus dem Urlaub mitgebrachtes aufzubewahren und in einem besonderen Moment zu genießen und sich zurück zu erinnern...trifft es genau.

"Der Schütze ist ein ausgesprochener Liebhaber von Süßigkeiten!"
->  Ja, durchaus, auch. Sehr.

Ihr seht also, durchaus gemischt. Was sagt das jetzt über mich als Schützen aus? Ich bin so schlau wie zuvor. Wie seht ihr das mit den Sternzeichen? Was ist typisch für den Schützen? Ich hab mir übrigens, nun voller Neugier, einmal die Sternzeichen der anderen Winterjahreszeichen im Buch angeschaut: Auch da stimmt ein Teil, ein anderer Nicht. Ich bleib also dabei...ich bin skeptisch!

Danke trotzdem, liebe Kebo, für Dein immer wieder schönes Event. Ich bin gerne dabei und freue mich schon auf den November!

Alles Liebe vom Schützen,

Eure
 




1 Kommentare:

  1. Das freut mich ja besonders, wenn Du mitmachst, obwohl das Thema nicht so Deins ist. Ich denke, für Skeptiker (und zu denen zähle ich ja auch) ist es ein Thema "auf den zweiten Blick" :-)
    Liebe Grüße, Kebo

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