Tag 9: Witney - Oxford - Toys''R''Us - Avebury - Salisbury

Nach einer relativ kalten Nacht und einer ziemlich unschönen Dusche, machten wir uns am nächsten Tag ohne Frühstück auf den Weg nach Oxford. Dort parkten wir außerhalb und fanden ein süßes kleines Lokal fürs Frühstück, das Jericho Café. Dort hatten wir ein sehr leckeres Frühstück...


... und außerdem zum sehr guten Kaffee einen unglaublich, uuunglaublich leckeren Flapjack.


Als wir nach dem Frühstück allerdings auf eine Karte schauten, stellten wir fest, dass wir wirklich ziemlich außerhalb sind und sich ein Umparken lohnen würde. Wir bummelten noch ein wenig die Straße entlang, ich kaufte mir in einem süßen Antiquariat eine Gedichtsammlung und dann versuchten wir, einen neuen Parkplatz zu finden. Irgendwie war es aber vertrackt...es regnete schon wieder, die Stadt war voll, wir kamen nirgends hin, die Parkgebühren waren unverschämt hoch und die Stadt uns einfach unsympathisch. Vielleicht lag es auch an der Nacht und unserer noch enttäuschten Grundeinstellung, aber wir mochten Oxford nicht. Und bevor wir schlechtgelaunt die eigentlich so schöne (wie es immer heißt) Stadt erkunden, beschlossen wir, es sein zu lassen. Wir beschlossen, zurück zur Südküste zu fahren.

Gesagt, getan, wir fuhren aus Oxford heraus und sahen einen Toys''R''Us. Bei unserer eher mittelprächtigen Laune schien ein Besuch dort die beste Idee zu sein. Wir wendeten das Auto und gönnten uns eine wunderbare Spielzeugauszeit. Als wir den Markt wieder verließen, klarte es auf und die Sonne schien. So fuhren wir offen weiter weg von Oxford und wussten intuitiv, dass wir eine gute Entscheidung getroffen hatten.

Auf dem Weg über viele kleine Landstraßen erreichten wir mittags eine niedliche kleine Kirche mit einem unglaublich schönen Friedhof. Ich mag diese alten Steingräber sehr.

Die Inschriften sind teilweise kaum mehr zu entziffern, abgeplatzt und bemost. Das hat seinen ganz eigenen Charme und ist sehr mystisch, finde ich. Und es macht auf seine eigene Art deutlich, dass alles auf dieser Welt seine Zeit hat und vergeht.

Später kamen wir durch Marlborough und hatten eigentlich nur ein, zugegebenerweise recht einfacher Ziel: Ein Café finden, das Steckdosen und freies WLAN hat, damit ich mein Handy aufkladen und eine Unterkunft suchen kann. Nach der letzten Unterkunft wollten wir einfach kein Risiko mehr eingehen. Wir suchten uns also das erstbeste Café aus: 100 Chai Street. Es erfüllte unsere Kriterien und ging dann doch weit darüber hinaus.

Der sehr nette Besitzer begrüßte uns herzlich und erklärte uns voller Begeisterung seine Karte. Wir bestellten jeder eine Kanne Tee, erzählten ihm von unserem Roadtrip und unseren bisherigen Erlebnissen.

Ich atmete den wunderbaren indischen Tee ein, der einfach nur glücklich machte und wir entschieden, so beseelt, dass wir bei Maggie in der Old Mill anrufen wollen. Salisbury lag genau in der richtigen Distanz und es wäre einfach perfekt, noch einmal dort einzukehren. Leider erreichten wir sie aber nicht. So entschieden wir uns, erst einmal noch ein Weilchen in dem netten Café zu bleiben und bestellten einen Scone.

Scones sind ja ein wirklich typisch britisches Gericht. In diesem indischen Café gab es diese britischen Scones aber nun etwas individualisiert: Mit Garam Massala im Teig, in der Clottage Cream und mit Mangochutney.

Diese Kombination war absolut großartig und ein wahres Geschmackserlebnis. Dazu bestellte ich mir noch eine hausgemachte Limonade, und auch diese war einfach absolut lecker.

 Wenn ihr also mal in der Nähe seid, dann müsst ihr das 100 Chai Street unbedingt testen!

Wir fuhren dann weiter Richtung Avebury. Dieser Ort war uns ja schon vor einigen Tagen, beim Frühstück im Old Mill House, empfohlen worden und lag nun, auf dem Weg zum Old Mill House, so richtig gut auf dem Weg. Zwar hatten wir Maggie noch nicht erreicht, aber wir waren optimistisch, dass sie noch ein Zimmer frei haben würde und wir anderenfalls irgendwo um Salisbury auch spontan etwas finden würden.

So kamen wir nachmittags in Avebury an, parkten und waren vom ersten Moment von der schönen Landschaft begeistert.

Es war sehr bewölkt, aber trocken und gab so genau die richtige Stimmung zur Landschaft. Es war einfach...atemberaubend und kaum zu beschreiben. Die Steine! Die Vögel! Die Schafe! Die Berge! Die Wolken! Die Bäume! Schaut es Euch an!


Hach! Dazu kam, dass wir dann auch Maggie erreichten und ein, nein, unser Zimmer für den Abend bekamen. So genossen wir den Spaziergang noch mehr. Schließlich lernten wir auch noch ein paar nette Amerikaner kennen, die uns nach Colorado einluden, wenn es sich mal ergibt.

Als wir im Grunde fast wieder am Auto waren, zog es sich langsam zu und während wir Salisbury entgegen fuhren, regnete es ein wenig - was unserer guten Laune aber nicht schadete.


Am Old Mill House begrüßte uns Maggie herzlich. Ihr tat es sehr Leid, dass sie wieder nur das Zweibettzimmer für uns (die sie als das romantischste Pärchen bezeichnete, was sie kennt!) hat und uns tat es Leid, dass wir uns doch nicht eher gemeldet haben. So waren wir direkt angekommen! Und zur Ankunft gehörte natürlich auch ein Abendessen in unserem Lieblingsrestaurant, wo wir es uns richtig gut gehen ließen und auf dem Weg noch einmal einen wunderbaren Sonnenuntergang hatten.



Der Tag, der so schlecht anfing, war wirklich zu einem der schönsten unserer Reise geworden!

Zusammenfassung:

~ Tag 9: Witney - Oxford - Marlborough- Avebury - Salisbury
~ Entfernung: rund 92 Meilen, also etwa knapp 150 km
~ Wetter: Überwiegend bewölkt, teilweise regnerisch, ein wenig Sonne zwischendurch.
~ Gegessen: Gutes Frühstück mit tollem Flapjack, unfassbar gute indische Scones mit Mango-Chutney, Limonade und Tee und ein tolles Abendessen im Lieblingslokal.
~ Zufriedenheitslevel: Es fing so schlecht an und in Oxford waren wir so deprimiert - und danach wurde es so unfassbar schön. Avebury war unglaublich beeindruckend und einfach wunderschön, das Wiederankommen in Salisbury tat einfach gut.

Eure



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