Tag 7: Bristol

Unsere Nacht war...unangenehm. Zu zwei in einem kleinen Bett zu schlafen, waren wir ja bereits von den beiden Nächten zuvor gewohnt, allerdings war dieses Bett nun noch ein wenig schmaler als gewöhnlich und stand zudem nicht ganz an der Wand, sodass zwischen Bettkante und Wand eine fiese Lücke entstand, in die ich stets zu rutschen drohte. Ein wenig zerknautscht bekam ich dann aber ein schönes Frühstück und der Sonntag konnte starten.

Wir hatten uns überlegt, dass wir zum Hafen fahren wollen. Aufgrund des Marathons waren allerdings einige Straßen gesperrt und wir konnten nicht fahren wie wir wollten.




Dafür fanden wir aber einen schönen Parkplatz ein wenig außerhalb und liefen zu Fuß zum Hafen. Da wir und genau zwischen zwei Brücken befanden, liefen wir den ganzen Hafen entlang, überquerten das Hafenbecken und liefen auf der gegenüberliegenden Seite entlang - ein schöner Spaziergang.


Es war ein wirklich herbstlicher Tag und das Hafengelände erstrahlte in vielen Farben. Es ist kein wirklich schönes Gebiet im eigentlichen Sinne, es ist rustikal, industriell, ein wenig verfallen an einigen Stellen und hat dadurch seine ganz eigene Schönheit.




Wir machten einen Zwischenstop an einem kleinen Imbiss, direkt am Wasser, wo es für ihn eine Portion Pommes mit Käse und für mich einen enormen Scone gab.

Dann entdeckten wir ein Stückchen weiter einen alten Dampfkram, der in Betrieb war - enorm spannend. Extra für uns wurde der Dampfkran dann einmal in Bewegung gesetzt, schwenkte um 360° um und ließ den Kranarm senken...eine spannende Vorführung.




Wir erkundeten weiter das tolle Hafengelände, warfen einen kurzen Blick in eine Kunstausstellung und überquerten dann an erneut den Hafen um wieder langsam Richtung Auto zu laufen. Wir hatten uns überlegt Richtung Schloss zu fahren. Im Auto machten wir aber erst einmal eine kurze Pause, entschieden uns für eine Route für die folgenden Tage und buchten uns bereits eine Unterkunft für den Montagabend. Dann entschieden wir uns gegen das Schloss und fuhren spontan zur Suspension Bridge, dem Wahrzeichen Bristols. Auch hier schafften wir es einen kostenfreien Parkplatz zu bekommen und kamen zu Fuß auf die Brücke zu: Beeindruckend.

Für Fußgänger gab es keinen Brückenzoll und so überquerten wir die Brücke, genossen den tollen Ausblick und liefen wieder zurück.

Auf unserer Seite der Brücke gab es oben auf dem Berg ein kleines Häuschen, nämlich das Bristol Observatory. Wir liefen dorthin und stellten oben fest, dass es dort auch eine der Camera Obscuras gibt, von denen uns Tony am Vortag erzählt hatte.

Wir besuchten jedoch zuerst die Höhlen, die man mit vielen Treppenstufen herabklettert, und kamen dann mitten im Felsen auf einer Plattform heraus, die einen tollen Blick auf die Brücke und das Tal bot. 
Danach kletterten wir wieder hinauf und noch höher hinauf zur Camera Obscura, die im Vergleich zu Tonys ein wenig enttäuschend war. Dennoch beeindruckend, natürlich.

Wir spazierten im Anschluss noch ein wenig herum und machten uns dann wieder auf zu unserem Auto. Da wir an unserem einzigen Sonntag in England auch einen typischen Sunday Roast essen wollten, fuhren wir später zum Pub, das am Vorabend überfüllt gewesen war, uns aber versichert hatte, dass sie sonntags bis 20 Uhr Sunday Roasts anbieten würden und wir einfach vorbeikommen könnten. Als wir dort ankamen wurden wir allerdings enttäuscht: Es gibt dort nur bis 17 Uhr Sunday Roasts, da waren wir zu spät, tja. Aber wir bekamen ein Pub genannt, bei dem wir unser Glück noch probieren könnten, fuhren hin und bekamen jeder einen Sonntagsbraten: Er das Lamm mit Minzsauce, ich den Schweinebraten mit Apfelsauce, dazu klassisch Yorkshire Pudding, Gemüse und Kartoffeln. Irgendwie erschien es uns, als würde man uns recht schnell abfertigen wollen - bestellt, serviert, bezahlt, zack, zack.



Als wir dann aber zurück in unsere Unterkunft kamen, überraschte unsere Gastwirtin uns mit einem netten Angebot: Wir könnten, wenn wir wollen, ein anderes Zimmer bekommen, eins mit Doppelbett! Solche Freude! Wir nahmen das Angebot strahlend an, zogen ins andere Zimmer um und machten uns einen gemütlichen Abend. Ich schrieb, wie eigentlich an jedem Abend, mein Reisetagebuch, rechnete unsere Ausgaben durch, ich bekam etwas vorgelesen und buchte Karten für den nächsten Tag, für die... Tja, das verrate ich Euch morgen!

Zusammenfassung:


~ Tag 7: Bristol
~ Entfernung: rund 8 Meilen, also etwa 13 km
~ Wetter: Bewölkt aber trocken.
~ Gegessen: Gutes Frühstück, Scones und Pommes am Hafen, Sunday Roast im Pub - alles okay, nichts Herausragendes.
~ Zufriedenheitslevel: Ein rundum guter Tag.

Wohin uns der nächste Tag führt? Es wird spannend!
Eure



0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 

Zuletzt...

gelesen: Suzanne Collins - Catching Fire

gesehen (Kino): Dr. Strange

gesehen (Zuhause- Film): Indiana Jones II

gesehen (Zuhause- Serie): Downton Abbey (Staffel 4)

gewesen (Reise): London.

Piep, piep:

Beliebte Beiträge

Bisher verfasst...