Tag 12: Dover - Rückreise

Am nächsten Morgen standen wir früh auf und nahmen unser letztes englisches Frühstück ein. Dabei gab es aber noch einmal ein Novum: Zum ersten Mal bekamen wir dazu einen Black Pudding serviert. Dieses typisch britische Gericht besteht aus Blutwurst mit Getreideanteil, ist daher sehr dunkel, fast schwarz und wird dann noch einmal angebraten. Es sieht also, wenn man es auf dem Teller hat, wie ein absolut verkohltes Stück Brot aus. Es schmeckte relativ unspektakulär, ein wenig fleischig, aber nicht sehr intensiv. Ich glaube, dass der Gastwirt enttäuscht war, dass wir nicht wesentlich begeisterter vom Geschmack und dann wesentlich angeekelter von den Zutaten waren. Aber für uns ist Blutwurst halt nicht unbekannt. Ich esse sie nicht oft, aber ab und zu stolpert man eben doch drüber. Und grundsätzlich mag ich Blutwurst.

Nach dem Frühstück verließen wir das Hostel bei Regen und machten uns auf den Weg zum Fährhafen zum Check-In. Wie ich bin hatten wir genug Zeit eingeplant - was absolut gut war. Denn schon bei der Passkontrolle wurden wir irgendwie ausgiebig gemustert und dann, auf dem Weg zum richtigen Check-In, herausgewunken. Wir musste zur Seite fahren, in eine gesonderte Schleuse. Dort wurde mein Freund gebeten, das Fahzeug zu verlassen, musste einige Fragen dazu beantworten, ob wir Waffen transportieren und das Auto wurde von unten mit Spiegeln abgesucht. Mir ging bereits das Herz auf Grundeis, als ich die Gepäckdurchleuchtungsgeräte am Rande sah. Wie es nun einmal ist, wenn man zwei Wochen im Auto lebt, war das ganze Auto bis unters Dach vollgepackt - Kleidung, Koffer, Taschen, Dreckwäsche, Bücher, Bücher, Bücher, Lebensmittel, volle Wasserflaschen, leere Wasserflaschen... Ich sah uns schon alles aus dem Auto räumen und unsere Fähre verpassen, aber da  durften wir bereits weiterfahren und einchecken.

Vor lauter Aufregung verfuhren wir uns dann aber auch direkt auf dem Fährgelände und mussten, da man nicht so richtig wenden konnte, einmal übers gesamte Rollfeld fahren...ja, hrm...tja. Dann warteten wir im Regen im Auto auf die Fähre.


Im Gegensatz zur Hinfähre, war diese allerdings absolut hässlich und irgendwie auch sehr voll. Viele Schulklassen rannten durch die Gänge und saßen in den Fluren. Wir versuchten Kaffee zu bekommen, misstrauten aber dem einen Ausschank, wo es eher nicht so richtig sauber war und bekamen dann Starbucks-Kaffee, der irgendwie auch eher nicht so doll war.


Mit schlechtem Kaffee versorgt entschieden wir uns dann trotz Regen das Außendeck aufzusuchen und dort noch einmal auf England zurückzublicken.


Eine schöne Reise war zu Ende.



Zusammenfassung:


~ Tag 12: Dover - Calais ( - Dangast (zu meiner Mama))
~ Entfernung: rund 52 km übers Wasser (plus rund 630 km bis zu meiner Mama).
~ Wetter: Regen zum Abschied.
~ Gegessen: Gutes, ausgefallenes Frühstück.
~ Zufriedenheitslevel: Der Abschied war gekommen. Das letzte Frühstück und die Rückfahrt. Diese wurde noch einmal spannend gemacht, mit Sicherheitskontrolle, Regen auf dem Außendeck und schlechtem Kaffee - so waren wir so beschäftigt, dass der Abschiedsschmerz ein wenig gemildert wurde.

Das war unsere Englandreise! Ich hoffe Euch hat der Rückblick gefallen. Eine winzig kleine Zusammenfassung gibt es später noch einmal.

 
Eure



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