Tag 10: Salisbury - Arundel - Ruine im Nirgendwo - Eastbourne

Wir genossen es sehr wieder im Old Mill House zu sein, hatten ein tolles Frühstück und planten danach noch den Rest unserer Reise samt Unterkünften. Zwei Tage hatten wir nur noch vor uns - für mich ein Grund für ein wenig Wehmut! Zudem dauerte die Planung, die Unterkunftssuche und das Packen so lange, dass wir erst mittags loskamen.

Leider war es wieder der Regen, der uns aus Salisbury hinaus begleitete. Wir machten uns auf den Weg Richtung Southampton.



Da es allerdings dort angekommen noch immer regnete, beschlossen wir, weiterzufahren. Wir steuerten dann Arundel an, weil wir von einer schönen Burg dort gehört hatten. In Arundel am Nachmittag angekommen und abseits kostenlos geparkt, regnete es allerdings immer stärker. Und Regen kann bei mir zu mehreren verschiedenen Stimmungen führen:

Entweder ich fühle mich wie ein kleines Kind, brauche weder Jacke noch Regenschirm, hüpfe durch Pfützen und freue mich oder ich habe meine Kamera fest an mich geklammert, an der anderen Seite den Mann, der in der Hand den Regenschirm hat, hoffe, dass der Kamera (-tasche) bloß nichts passiert und ärgere mich. Mit der Kamera in der Hand ärgerte ich mich also, als wir in Arundel durch den Regen liefen. Da dann auch noch die Eintrittspreise fürs Arundel Castle nicht nur unverschämt hoch sondern auch unverschämt gestaffelt waren (für 9 Pfund pro Person hätte man die Gärten besuchen dürfen...bei Regen..., ab da ging es aufwärts!), beschlossen wir, dass mit dem Schloss sein zu lassen.

Bei einem Kaffee suchten wir einen Alternativplan heraus und steuerten dann eine  - so hofften wir - verlassene, süße Ruine an.  Dort ließ ich dann die Kamera im Auto um unbeschwert durch Pfützen hüpfen zu können. Die Ruine von Bramber Castle war mitten im Nirgendwo, keine anderen Menschen waren zu sehen und wir konnten alles für uns erkunden - herrlich. Es war dort wirklich schön - und dann kam sogar die Sonne erneut heraus (die Photos verdanken wir meinem Freund, der eine kleine Kamera dabei hatte)...


Nach einem ausgiebigen Spaziergang war es leider schon so spät, dass wir uns auf den Weg nach Eastbourne machten, wo wir die Nacht verbringen wollten. Auf dem Weg entdeckten wir ein wunderschönes Gebäude auf einem Berg...da müssen wir hin!

Oder auch nicht...erinnert ihr Euch? Wir erreichten unsere niedliche Unterkunft in Eastbourne dann schnell, wurden herzlich begrüßt und machten uns schon bald wieder auf, um die Gegend zu erkunden. Als wir die Tür hinter uns herzogen, hörten wir das Meer rauschen!

Und war gar nicht bewusst gewesen, wie nah wir am Meer waren...ein paar Minuten zu Fuß und es lag vor uns, in der Dämmerung! Herrlich!

Es war sehr schön, die letzte Tageslichtzeit dort zu verbringen, bevor wir uns auf den Rückweg machten und uns nach einem netten Lokal für den Abend umsahen. Im The Ship Inn bekamen wir ein gutes Abendessen (er: Burger mit Chili, Käse und Bacon; ich: Seafood Pie) und bummelten danach gemütlich zur Unterkunft.



Zusammenfassung:


~ Tag 10: Salisbury - Arundel - Bramber - Eastbourne
~ Entfernung: rund 117 Meilen, also etwa knapp 190 km
~ Wetter: Wolken, Regen und erst am Ende des Tages noch ein wenig Sonnenschein.
~ Gegessen: Gutes Frühstück, ein Stück Kuchen zum Kaffee in Arundel, ein gutes Abendessen.
~ Zufriedenheitslevel: Der Tag war zu kurz! Durch die morgendliche Planung, den Regen und die verhältnismäßig lange Autofahrt, ging so viel verloren. Dass dann Arundel auch noch eine Enttäuschung war, tat dem Tag nicht gut. Ab dem späten Nachmittag, mit der Ruine von Bramber Castle und der Ankunft in Eastbourne, wurde es wirklich schön. Ich hätte den vorletzten ganzen Tag unserer Reise lieber mehr genossen. Trotzdem war am Ende alles gut.
Wir wird der letzte ganze Tag noch sein?
Eure



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