Jag heter...

Hej!
Die neue Woche startete großartig, nämlich mit meinem neuen Schwedischkurs. Gut drei Stunden lerne ich nun bis Februar jede Woche diese neue Sprache und bin nach Veranstaltung Nr. 1 total begeistert. Der Dozent ist sympathisch, lebhaft und humorvoll und erzählte viel über Schweden im Allgemeinen - sehr spannend! Und dann natürlich der sprachliche Einstieg mit dem Alphabet, Begrüßung und Abschied und natürlich der Vorstellung:

"Jag heter... [Name]. Vad heter du?"
(Ich heiße... [Name]. Wie (eigentlich wörtl. "was") heißt Du?")

"Jag kommer från Kiel och varifrån kommer du?"
(Ich komme aus (eigentlich wörtl. "von") Kiel und woher kommst Du?")

Natürlich haben wir noch einiges mehr gelernt, aber an so festen, sinnvollen Sätzen, ist das sicherlich das Nützlichste. So nützliche Erkenntnisse meines Schwedisch-Kurses werde ich hier sicherlich ab und zu mal teilen. Für mich zum Lernen und für Euch, falls es interessiert.

Und sonst so?

Meine Seminare -die bisher stattfanden- im kurzen Überblick:

Liebestod: Ich berichtete bereits hier von der ersten Sitzung. Die zweite Sitzung fiel aus, weiter geht es also erst übermorgen.

Praktiken des Handschreibens: Ein sehr anspruchsvolles Seminar von zwei Dozenten. Bisher haben wir uns hauptsächlich mit Texten auseinander gesetzt, die einen generellen Einstieg zum Thema "mit der Hand schreiben" geben. Dies wird meist als Gegensatz zum "mit dem Computer tippen" gesehen und beide Arten des Schreibens intensiv miteinander verglichen. Eine Hauptaspekt anhand einiger Fragen: Sollte Kindern in der Schule überhaupt noch das Schreiben mit der Hand beigebracht werden? Ist es heutzutage noch nötig, mit der Hand schreiben zu können?

Das ist für mich ein sehr spannendes Thema. Schließlich bin ich eine absolute mit-der-Hand-Schreiberin - Feder und Tinte (nagut, meist Füller mit Tinte) sind meine Leidenschaft und ich würde Handgeschriebenes nicht missen wollen. Viele bisher behandelte Texte fragen aber, ob das nicht eher ein Aspekt des Kunstunterrichtes seien sollte - Handschrift als persönlicher, künstlerischer Aspekt. Da kann man sich viele Gedanken drum machen, sich viele Szenarien ausdenken. Das würde ich eigentlich gerne noch einmal in einem ganz eigenen Blogbeitrag an- und durchdenken, wenn ich die Zeit dazu finde. Für mich definitiv ein sehr wichtiges Thema!

Literatur in der DDR: Dieses Seminar besuchte ich aus Neugier in der ersten Woche, nicht aber in der zweiten. Das Thema grundsätzlich interessiert mich aber sehr und ich würde mich gerne, außerhalb des Seminares, damit beschäftigen. Vielleicht lese ich die Seminartexte also einfach für mich.

Sprache des Gefühls: In diesem Seminar wird Sprache in ganz vielen verschiedenen Medien und Zusammenhängen untersucht. In Woche 1 haben wir einen sehr unterhaltsamen Einstieg ins Seminar bekommen und über Liebesbekundungen, Silbermond und die gerade sehr populäre VW-Werbung diskutiert. Heute ging es dann um Jugendsprache. Ich bin immer wieder erstaunt, wie weit ich von der aktuellen Jugendsprache entfernt bin - und wie wenig Ahnung ich eigentlich davon habe, wie wirklich gesprochen wird. Wer spricht also wie? Ich spreche vermutlich nicht so, wie andere Mittzwanziger (oder doch?) und wie sprechen die im Vergleich zu 14-Jährigen? Wer geht abtanzen oder doch abdancen oder will lieber chillen oder gammeln oder relaxen? Während ich entspanne? Wir haben uns dann in ein noch abstrakteres Level begeben und uns eine Fotostory angesehen, aus der Zeitschrift hey - wie denken also Redakteure, die vermutlich älter sind als ich es bin, dass Jugendliche reden, die jünger sind als ich? Ey, man, geilo!? 

Medien der Aufklärung: Es tut so gut, inmitten aller Seminare auch einmal eine Vorlesung zu haben. Zu einem Thema - Medien, Wissen, Aufklärung - von einem Dozenten mit unzähligen Fakten überladen zu werden, selbst zu sortieren, mitzuschreibenm, nachzulesen, unwichtiges zu verdrängen, wichtiges notieren, nachhaken. Mit der Aufklärung habe ich mich noch nie so richtig beschäftigt, nun habe ich neben der Vorlesung sogar noch ein Seminar dazu, bei dem es letzte Woche nur eine Einführung gab und diese Woche...hrm...nunja. Schauen wir mal nächste Woche, was es diese Woche gegeben hätte.

Romantik: In Romantik bin ich gut, das kann ich. Kerzen, Gekochtes, Kuscheln. Achja, achne. Von dem Rest weiß ich recht wenig. Aber die Zeit gefällt mir (nicht die Dienstagnachmittags, sondern das frühe 19. Jahrhundert) und ich bin auf das Seminar gespannt. Letzte Woche gab es ebenfalls nur eine Einführung, heute fiel es aus (daher das andere Seminar zur Aufklärung gleich mit, zumindest für mich).

Hans Sachs: Weder Zeit (Mittwochs um 10 Uhr) noch Zeit (Frühe Neuzeit) noch Genre (Meistersang, Spruchdichtung) begeistern mich so richtig. Aber ich mag den Dozenten und ich möchte immer mal in etwas reinschauen, was ich nicht kenne und was mich nicht sofort umhaut in der Hoffnung, neue Interessen zu gewinnen. Der Einstieg zu Hans Sachs beschäftigte sich aber nicht so sehr mit Hans Sachs sondern mehr mit Otfrids Evangelienharmonie und interessierte mich tatsächlich noch weniger. Morgen geht es aber weiter, mehr mit Hans Sachs, nehme ich an. Bald also mehr!

Bibliotherapie: Seminarankündigungen ohne Erklärungstext sind ja per se schon einmal interessant. Die eigene Phantasie ist gefragt: Was wird mich wohl erwarten? Wage ich es, und gehe hin? Wird es so, wie ich es mir wünsche? So erging es mir hier. Bibliotherapie. Therapie mit und durch Bücher - eine gute Idee, dachte ich mir. Bücher bewegen, machen nachdenklich, ziehen mich in ihren Bann. Ich erwartete ein lektürereiches Seminar. Ich erwartete nicht ein total überfülltes Praxisseminar, dessen Ziel es sein soll, mit Patienten einer therapeutischen Einrichtung zu arbeiten. Nicht, dass es nicht reizvoll und spannend klingt...aber traue ich mir das zu? Habe ich dafür gerade, in diesem Semester, die Zeit, die Motivation und die Energie? Es findet glücklicherweise nicht regelmäßig statt sondern in Blockterminen, sodass ich bis Mitte Dezember Zeit habe, mich zu entscheiden.

Das war ein - gar nicht mal so kleiner - Einblick in meine derzeitigen Seminare. Es kommt noch ein bisschen was dazu, mal schauen, was ich wirklich behalten werde. Bisher aber ja durchaus spannend, oder?

Herbstliche Grüße von mir!



Eure Schattenmalerin



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