Tag 5: Salisbury - Stoneh-...ach, ne, doch nicht - Salisbury


Wir wachten im wunderschönen Old Mill House auf und bekamen von Maggie ein tolles Frühstück serviert. Nach diesem brachen wir auf und fuhren Richtung Stonehenge. Schon beim Frühstück hatte uns ein anderes (Ehe-)Paar erzählt, dass dort ein neues Besucherzentrum gebaut worden sei und, dass auch die Preise sicherlich etwas teurer geworden seien. Alternativ empfahlen sie uns aber Avebury.
Dennoch wollten wir uns einmal beim neuen Besucherzentrum umsehen um dann dort zu entscheiden, ob wir ganz an die Steine ranwollen (wobei man so ganz sowieso nicht mehr drankommt, wurde uns schon gesagt).


Beim neuen, ziemlich hässlichen Besucherzentrum, von dem man Stonehenge noch nicht sehen konnte, entschieden wir uns dann mit einem Blick auf die Eintrittspreise dagegen. Die Aussicht mit rund 50 anderen, aufgrund des wechselhaften Wetters in farbenfrohen Regenjacken bekleideten Touristen in einem Bus in die Nähe der Steine transportiert zu werden und von da Photos von Steinen und Regenjacken machen zu können war nicht so verlockend.

Also schauten wir uns stattdessen ein wenig die kleine Ausstellung ums Besucherzentrum an und entschieden uns dann, die A303 entlang zu fahren, die recht dicht an Stonehenge vorbeiführt.

Gesagt, getan, voilà, Stonehenge (zugegeben, nicht so viele bunte Regenjacken):

Wir schauten auf der Karte nach, wo Avebury liegt und entschieden uns, da es doch ein ganzes Stückchen wäre, das 'später' im Verlauf der Reise zu machen. Stattdessen fuhren wir zurück nach Salisbury, wo ja auch der Foodie Friday sein sollte, und überhaupt, sicher eine sehenswerte Stadt. Wir parkten ein wenig außerhalb, kostenlos, an einer Kirche, die nicht mehr als Kirche benutzt wurde und stattdessen eine Kunstakademie beherbergte.
Wir fanden unseren Weg in die Innenstadt und gelangten als erstes zum Marktplatz, an dem tatsächlich ein paar Stände aufgebaut waren - besagter Foodie Friday hatte uns also gefunden. Wir beschlossen allerdings, das auf später am Tag zu verschieben und erst einmal das gute Wetter zu nutzen um die Stadt zu erkunden. So liefen wir eine Weile herum und kamen dann zur Kathedrale.

Daneben bot ein kleines Café Cream Tea an - und da wir bisher noch nicht in den Genuss gekommen waren, entschieden wir uns dafür. So saßen wir draußen, mit Blick auf die Kathedrale, bei Sonnenschein und etwas Wind und bekamen Tee, Scones und Tea Cake. Hmmm...

Danach ging es dann aber wirklich zur Kathedrale. Zuerst gingen wir durch den Kreuzgang, der bereits wunderschön war.


Rundherum führte eine kleine Ausstellung und dann kamen wir zu dem Teil der Kathedrale, in dem eines der vier erhaltenen Exemplare der Magna Carta aufbewahrt wird. Beeindruckend. Auch die eigentliche Kathedrale selbst war sehr beeindruckend, aber der Hauptteil gesperrt - aufgrund einer Hochzeit. Man konnte sich dennoch umsehen, hörte dabei Chöre singen und dann das Brautpaar sich das Ja-Wort geben. Das empfand ich als sehr bewegend.

Wir entschieden uns dann aber dennoch, weiterzugehen und verließen die Kathedrale. Kurz nachdem wir das getan hatten, öffneten sich die Kirchentüren, ein Dudelsackspieler begann zu musizieren und das frisch vermählte Brautpaar verließ die Kirche. Es war wunderschön. Allerdings verfing sich der Schleier der Braut - ein ganz dynamisches Bild:
Hach, eine Hochzeit in so einer riesigen und beeindruckenden Kathedrale - großartig! Ein wirklich schöner Moment. Wir bummelten dann weiter durch die Stadt und kehrten irgendwann zurück zum Marktplatz, wo wir dann jeder einen Wildburger aßen, den ich wirklich, wirklich grandios fand.

Wir fanden den Weg zurück zum Auto und fuhren dann nach Old Sarum, der ältesten Siedlung Salisburys. Dort gibt es noch Ruinen der mittelalterlichen Burganlage, die wir uns anschauten und erkundeten. Die Überreste sind, ganz im Stil der Heritage Interpretation, wunderbar aufgearbeitet und mit Schildern versehen, sodass der Besuch dort wirklich Spaß macht.


Außerdem hat man von dort einen großartigen Ausblick über die Stadt!

Mittlerweile war es schon fast Abend und wir fuhren zurück in unsere Unterkunft. Für den Abend hatten wir uns überlegt, dass wir in das Pub gehen, das nur ein paar Schritte entfernt ist, sodass mein Freund auch einmal eines der lokalen Biere probieren kann. Wir gingen also am Abend hin. Dort war es grell, ungemütlich und die Karte sagte uns gar nicht zu - und so beschlossen wir, das Auto zu nehmen und zurück zum "The Pelican Inn" zu fahren, wo es uns am Vorabend so gut gefallen hatte.

Dort bestellte ich mir eine großartige, umwerfende Meeresfrüchte-Tagliatelle (so gut!) und mein Freund sich zu seinem Lamm ein lokales Bier. Auf dem Rückweg durfte ich also erstmals auf der falschen Seite fahren...eine spannende Erfahrung!


Zusammenfassung:


~ Tag 5: Salisbury
~ Entfernung: rund 30 Meilen, also knapp 50 km
~ Wetter: Eine Mischung aus bedeckt und sonnig, stets trocken - wunderbar!
~ Gegessen: Gutes Frühstück, Cream Tea gegen Mittag, ein Wildburger beim Foodie Friday und ein großartiges Abendessen!
~ Zufriedenheitslevel: Am Anfang gemischt, später großartig!

Ein wirklich schöner Tag, der letzte in Salisbury, wie es wohl weitergeht?

Eure



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