Tag 1: Calais - Dover - Rye - Hythe

Unsere Nacht in Calais war vor allen Dingen eins: kurz. Um 5 Uhr verließen wir am Montagmorgen das Hotel und fuhren zum P&O-Fährhafen. Passkontrolle und Check-In gingen ganz schnell und wir wurden spontan auf eine frühere Fähre umgebucht.




So waren wir schon um 6.15 Uhr auf der Fähre und beobachteten vom Außendeck einen schönen Sonnenaufgang. Und dann ging es auch schon ganz schnell, es war hell, wir sahen weiße Felsen, und Dover lag vor uns. Auf dem Hafengelände gab es mit dem Autofahren noch keine Probleme, im ersten Kreisel wurden wir dann erstmals angehupt, und dann ging es ohne Probleme ins nächste Dörfchen: Capel-le-Ferne. Dort hatten wir uns ein Frühstückscafé ausgesucht, direkt an den Klippen. Und die Umgebung dort war so schön! Wir machten einen kleinen Spaziergang (den ersten von vielen!) und entdeckten, dass das Café nicht erst um 8 Uhr öffnet (wie im Internet gelesen) sondern um 10 Uhr.

Also entschieden wir uns weiter zu fahren, ins nächste Örtchen. Dort, in Folkestone, parkten wir leicht außerhalb, liefen zum Hafen, von dort durch eine malerische Gasse (die erste von vielen!) in die Innenstadt, wo wir ein Frühstücks-Café suchten.

Die Wahl schwankte zwischen einem total hippen Szene-Café, das eine enorme Frühstücksvielfalt bot, aber noch geschlossen war, und einem etwas versteckten Café in einer Seitengasse, das mit liebevollen Schildern auf sich hinwies, ansonsten aber eher etwas einfach, mit leichter Tendenz zu heruntergekommen (verschmierte Fenster, Plastiktischdecken, aber absolut sauber!), aber mit nettem alten Mann hinter der Theke und örtlichen Senioren an den Tischen war. Wir entschieden uns dafür und bekamen umgehend den Kaffee in die Hand gedrückt und dann unser erstes englisches Frühstück (das erste von vielen!): Spiegelei, Speck, Würstchen, gegrillte Tomaten, gebratene Kartoffeln, Toast mit Butter. Das Frühstück war rundum gut und ganz authentisch.


Wir streiften noch ein wenig durch den Ort, erkundeten kleine Seitengässchen und große Straßen und entschieden uns mit einem Blick auf die Karte, Richtung Rye zu fahren und auf dem Weg nach einer Unterkunft Ausschau zu halten - schließlich hatten wir im Vorfeld keine Unterkunft gebucht.

Als wir Folkestone verlassen hatten, kamen wir durch Hythe und an der Landstraße lag eine Bed-and-Breakfast-Unterkunft neben der nächsten. Wir parkten, spazierten die Straße entlang und kamen auf die erste Unterkunft zu:


Fachwerk, viele, große Fenster, ein Wintergärtchen und ein Türmchen - und wider Erwarten mit freien Zimmern zu einem absolut erschwinglichen Preis. Also checkten wir am frühen Nachmittag im "Seabrook House" ein und fuhren dann umgehend weiter nach Rye, wo wir den Nachmittag verbringen wollten. Rye war ein Tipp meiner Schwiegereltern gewesen - absolut gut.


Wir spazierten durch kleine, verwinkelte Straßen, steile Gassen hinauf. Wir besuchten kleine Antik-und-Trödelhändler, eine schöne Kirche und aßen eine Kleinigkeit bei "Simon the Pieman" (ich würde empfehlen, etwas aus der schönen Auslage zum Mitnehmen zu wählen, das Reinsetzen hat sich nicht gelohnt!).



Wir kamen später an einer weiteren schönen Kirche mit tollem Friedhof vorbei und besuchten dann den "Ypres Tower" des Rye Castle. Der nette Herr dort erzählte und ganz viel über Rye und wir schauten uns die Türme und Kerker, das Gärtchen und das Frauengefängnis an.


Gegen Abend fuhren wir dann zurück zu unserer Unterkunft, wollten auf dem Weg aber noch in einem Pub zu Abend essen. So bummelten wir durch New Romney, was auf dem Weg lag, aber leider kein schönes, offenes Pub bat.



In Hythe wurden wir dann später zum "King's Head" geschickt. Bei Ingwerbier (genau, dem ersten von vielen!) ließen wir dort den ersten Tag ausklingen.

Es gab einen Burger für ihn und eine Steak-and-Guiness-Pie für mich. Beides war sehr lecker und ein rundum guter Abschluss dieses Tages. In unserer Unterkunft angekommen planten wir noch den nächsten Tag und suchten nach einer Unterkunft, bevor wir müde und zufrieden ins weiche, riesige Doppelbett fielen...

Zusammengefasst:

~ Tag 1: Calais - Dover - Capel-le-Ferne - Folkestone - Hythe - Rye - New Romney - Hythe
~ Entfernung: 52 km übers Wasser plus rund 88 km in England
~ Wetter: Sonnig, bedeckt, trocken - absolut cabriotauglich!
~ Gegessen: Sehr gut!
~ Zufriedenheitslevel: Wow!

Das war Tag 1, Tag 2 folgt bald!
Eure









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