Bachelorarbeit

Ihr Lieben,

vor etwa viereinhalb Jahren habe ich mit dem Studium begonnen. Eigentlich wollte ich Euch dafür den Blogbeitrag raussuchen, bei dem ich das erste Mal über mein Studium schrieb. Zurückgeblättert habe ich also zu den Anfängen dieses Blogs und festgestellt: Ich muss noch weiter zurück. Dieser Blog startete im November 2010 hier. Bestimmt hatte ich auf meinem vorherigen Blog was zur Studienwahl geschrieben - allerdings gibt es den offenbar nicht mehr. Schade. Aber wenig währt ewig ("Aber das ist eine andere Geschichte und sollte ein andermal erzählt werden." M. Ende).

Also zurück zu meinem Studium. Als ich im Herbst 2010 mit English and American Studies begann hätte ich nie gedacht, worüber und in welchem Fach ich meine Bachelorarbeit schreiben würde. Aber nach fünf erfolgsgemischten Semestern Englisch war mir klar, dass mir mein Nebenfach einfach so viel lieber ist und ich wechselte vor knapp zwei Jahren ganz und gar in die Germanistik.

Und jetzt stehe ich hier und habe meine Bachelorarbeit angemeldet. Im Onlineverzeichnis steht sie gemeinsam mit dem Abgabetermin:  "Thema: "Edition und Kommentierung des Briefwechsel der Brüder Grimm mit Henriette Phillippine Zimmer im Jahr 1812." Abgabe bis 08.05.2015".


Es ist genau mein Thema, genau meine Art der Arbeit, bei meinem Lieblings-Dozenten. Ich bearbeite die Briefe der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm (und ihrer Schwester Lotte) von und an ihre(r) Tante Henriette. Dafür habe ich alle handschriftlichen Briefe als Datei. Nach dem Entziffern und Abtippen der Briefe, geht es daran, diese zu edieren und kommentieren. Ich versuche also zu jeder genannten Person, zu jedem genannten Sacherverhalt, zu jedem genannten Ort die Umstände herauszufinden. Wer hat die Grimms besucht? Welche Werke wurden geschrieben? Wie sah der Haushalt der Grimms 1812 aus? Was passierte so im Leben? Auf all diese Fragen möchte ich eine Antwort geben können. Das ganze ordne ich dann ins Leben der Grimms ein. Was war 1812 für ein Jahr? Was haben die Grimms dort sonst noch gemacht? Über was schreiben sie ihrer Tante? Was verschweigen sie? Außerdem werde ich wohl auch einen theoretischen Teil zur Edition, Transkription und Kommentierung schreiben müssen. Was ist an der Handschrift der Grimms und der Tante auffällig? Wo gab es Probleme? Wie geht man mit Rechtschreibfehlern um? Mit Tintenflecken? Mit Schäden in den Briefen?

Ich finde meine Bachelorarbeit furchtbar spannend und liebe diese Arbeit. Dennoch macht sie mir auch Angst. Neun Wochen sind nicht sehr lang, es gibt viel zu tun, viel herauszufinden. Die Zeit rennt und ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass ich nicht immer diszipliniert meinen Zeitplan verfolge. Und, dass ich nebenbei auch noch viele andere Sachen im Leben habe. Zwei Jobs (achja, genau, ich hab einen neuen zweiten Nebenjob!), eine freie Beschäftigung als Transkriptor (noch 104 Tagebuchseiten zu entziffern!),...

Ich glaub ich muss los, was schaffen. Oder ich gehe erst einmal einkaufen. Klavier spielen. Ein Buch lesen? Ach, egal, irgendwas gibt es immer zu tun um etwas anderes nicht zu tun.

Wir lesen uns wieder!
Bis dahin alles Liebe,

Eure Schattenmalerin

2 Kommentare:

  1. Das kling nach spannender Detektivarbeit ;) Viel Erfolg bei der Arbeit! Es scheinen ja die besten Voraussetzungen zu sein und das mit der Angst gibt sich bestimmt schnell.

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