Typisch für...Karneval!

Ihr Lieben,

wieder liegt der 15. des Monats hinter und und damit geht es auch bei Kebo in eine neue Runde der Blogaktion, diesmal unter dem Motto "Typisch für Fasching". Ich unterhalte mich ja immer wieder mit meinem Freund über die Dinge, über die ich hier schreiben möchte und erzählte ihm vor ein paar Tagen im Bad, dass ich das Projekt diesen Monat wohl ausfallen lassen werde.

"Weißt Du...über Fasching kann ich einfach nichts schreiben", sagte ich zu ihm, "denn es bedeutet mir nichts. Ich bin Norddeutsche, wir feiern das nicht. Und ich kann dem wirklich überhaupt nichts abgewinnen." "Dann schreib doch genau darüber", sagte er zu mir. Tu ich.

Als Kind ist es sicherlich toll, einmal in eine andere Rolle schlüpfen zu können. Einmal Prinzessin sein, eine Fee, eine Hexe. Im Kindergarten gab es immer mal wieder Kostümfeiern. Ob das zu Karneval war? Ich weiß es nicht. Denn ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht einmal daran, als Kind großen Spaß beim Verkleiden gehabt zu haben. Ich habe jetzt ein paar Photos gefunden, auf denen ich verkleidet bin und denke mir, dass das wirklich süß aussieht. Aber ob ich damals Spaß daran hatte? Vielleicht.


Spätestens seit der Schule erinnere ich mich aber an alles und mir lag nie viel daran, mich zu einer bestimmten Zeit im Jahr verkleiden zu müssen. Wenn, dann wollte ich mir eine Geschichte dazu ausdenken. Dann wollte ich Harry Potter sein, oder Hermine und mit meinen Freunden Abenteuer in Hogwarts erleben. Die Verkleidung war dabei gar nicht wichtig, es reichte die Phantasie.

Mittlerweile bin ich "groß" (mehr oder weniger). Vor drei Jahren war ich zu dieser Zeit im Praktikum in Frankfurt und dachte mir, ich schau bei einem Umzug vorbei, vielleicht ist es ja ganz nett. War es aber nicht. Es waren viel zu viele Menschen, die viel zu betrunken waren, bei viel zu schlechtem Wetter bei einem Umzug der uninteressant war. Ich lasse mich nicht davon überzeugen, dass es vielleicht an Frankfurt lag, und, dass es vielleicht woanders ganz anders und viel besser ist. Nein, ich denke es liegt an mir. Und an Karneval (ihr merkt vielleicht auch, dass ich zwischen Karneval und Fasching nicht differenziere, weil es für mich äquivalent ist. Und natürlich könnte ich recherchieren, ob es einen Unterschied gibt und worin er besteht, aber ganz ehrlich muss ich gestehen, dass es mich gar nicht so richtig interessiert). Statt in Frankfurt weiter etwas zu tun, was ich nicht mag, habe ich mir übrigens einen Kaffee und ein großes Stück Schokoladenkuchen gekauft, bin wieder in meine kleine Wohnung gefahren und habe es mir dort gemütlich gemacht. Ganz alleine.

Woran liegt nun meine Karnevals-Abneigung? Vielleicht bin ich ein wenig zu humorlos, ein wenig zu wenig feierbegeistert, ein wenig zu langweilig. Wenn ich mich verkleide, dann halte ich es gerne wie bereits in der Grundschule. Dann denke ich mir eine Geschichte aus. Dann schlüpfe ich in die Rolle der Tochter eines preußischen Marineoffiziers, die sich fern der Heimat in den Sohn eines Zeitungsverlegers verliebt und mit diesem ein neues Leben in Amerika beginnt. Dafür habe ich dann das Reenactment.

Jetzt ist der ganze Trubel aber ja vorbei, zumindest für dieses Jahr, und die Fastenzeit beginnt. Vor ein paar Jahren habe ich während der Fastenzeit auf Schokolade verzichtet. Das wäre dieses Jahr undenkbar. Schließlich melde ich bald meine Bachelorarbeit an. Und ehrlich gesagt habe ich auch das Gefühl, derzeit nicht fasten zu müssen. Ich bin dankbar für die Dinge die ich habe, für die Menschen, meine Wohnung, das Essen. Ich weiß es zu schätzen wie gut es mir geht. Ich genieße die Dinge, die ich habe. Ich beobachte meine Umgebung, denke über mich und meine Mitmenschen nach und überprüfe mein Handeln kritisch. Wenn mir noch irgendeine ganz neue, ganz spannende, ganz herausfordernde Fasten-Idee begegnen sollte, dann steige ich vielleicht noch ein.

Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Monat, auf das nächste Thema, das mir wesentlich mehr liegt!

Ich grüße Euch alle, auch alle Karnevals-Liebhaber, herzlich,

Eure Schattenmalerin

Ein Nachsatz: Ich weiß, dass eine meiner liebsten ehemaligen Schulkameradinnen, die hin und wieder auf meinem Blog stöbert, gerne Fasching feiert. Vielleicht erklärst Du mir ja einmal bei Gelegenheit, was das Tolle daran ist! : )

1 Kommentare:

  1. Ich kann Dich ja so gut verstehen, bin ich doch auch ein Faschingsmuffel... und trotzdem hatte ich mich bei "Typisch für..." im Februar für Fasching bzw. Karneval entschieden, zum einen, weil es sich vom Termin her angeboten hat und eben auch, weil ich ergründen wollte, was so manchen daran fasziniert...
    Ich finde Deinen Beitrag gut, freue mich, dass Du trotz Thema, dass Dir nicht so liegt mit dabei bist und toi toi toi für Deinen Bachelor!
    Liebe Grüße, Kebo

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