Typisch für...meine Stadt!

Ihr Lieben,

irgendwann vor einiger Zeit stieß ich im Internet auf diesen schönen Blog und sah, dass die Autorin sich für 2015 ein Blog-Event vorgenommen hat: "Typisch für...".

http://kebohoming.blogspot.it/2015/01/es-geht-looooooossssss.html

Bei "Typisch für..." gibt Kebo jeden Monat zum 15. ein Motto vor und ruft dazu auf, zu ihrem Motto auf dem eigenen Blog einen Beitrag zu verfassen. Ich habe mir überlegt, dass ich dabei gerne mitmachen möchte und zwar sowohl hier als auch auf meiner Küchenliebelei. Zum Verfassen des Beitrages hat man eine Woche Zeit.

Los geht es im Januar mit "Typisch für meine Stadt/Region"


Ich vermute, dass ich auf diesem Blog noch nie erwähnt habe, in welcher Stadt ich derzeit wohne. Dieses Rätsel wird nun vermutlich jeder für sich lösen können, denn ich schreibe Euch heute über das Wahrzeichen meiner Stadt.

Seit 1717 thront das Wahrzeichen über der Stadt, schaut auf sie herab und symbolisiert dort Stärke und Standhaftigkeit. Seit 2013 gehört er zum Weltkulturerbe des Unesco, als Teil des umliegenden Bergparks. Der etwa 8,30m große Mann stützt sich auf seine Keule, über die das Fell des Nemëischen Löwen gehängt ist, den er besiegte. In der rechten Hand hält er die Äpfel der Hesperiden, die für Liebe, Fruchtbarkeit und ewige Jugend stehen.


Fern von all' dem hat er für mich aber eine andere Bedeutung. Schon manches Mal habe ich hier über mein "Zuhause" oder meine "Heimat" geschrieben (Home, sweet home, Zuhause, Zuhause II, Heimatgefühl, Lösung der Heimatfrage). Ein Gefühl, das ich schon als Kind oft als besonders stark empfand, war das Ankommen nach einer Reise. Früher als Familie sind wir oft mit dem Auto verreist und nachdem ich meine Jugend und meine frühe Studentenzeit meist mit Zug- oder Busfahrten verbracht habe, bin ich nun wieder öfter mit dem Auto unterwegs. Das Ankommen nach einer Reise ist immer etwas besonderes. Eigentlich mag ich das Ende einer Reise nicht, weil der Urlaub damit beendet ist. Und dennoch hat es auch immer etwas beruhigendes, wieder in der eigenen Stadt anzukommen, die sich in meiner Abwesenheit nichts verändert hat.

Wie gesagt, bereits als Kind mochte ich es, wenn wir von der Autobahn abfuhren und es Gebäude oder Straßenecken gab, die einfach immer "da" waren, unverändert, über Jahrzehnte hinweg, auch nach dem Wegzug.

Wenn man ins Tal einfährt, in dem die Stadt liegt, in der ich jetzt wohne, dann sieht man unser Wahrzeichen bereits. Besonders nach Einbruch der Dunkelheit, wenn es beleuchtet ist. Das ein oder andere Mal habe ich mich dann schon bei dem Gedanken erwischt "So. Zuhause." und mich aufs Ankommen gefreut.

Man es kann es also wohl nicht leugnen: Ich bin hier zuhause. Zumindest ein bisschen. Zumindest für jetzt.



Ich grüße Euch herzlich aus meiner Stadt,

Eure Schattenmalerin

P.S.: Ich vermute stark, dass mein Zuhause-Gefühl ganz eng mit dem Menschen zusammenhängt, der mir, während ich diese Zeilen schreibe, einen Tee und ein paar Stückchen Nougat gebracht hat. Ich denke, dass sich der Blick auf eine Stadt noch einmal grundlegend ändern kann, wenn man sich das erste Mal in dieser Stadt verliebt. Und dazu in einen Mann, der hier geboren ist.

4 Kommentare:

  1. Nicht nur ein Typisch für... Beitrag, sondern auch noch eine Liebeserklärung in dem Post (ich glaube auch, in Wirklichkeit ist man dort Zuhause, wo jene Menschen sind, die man liebt).
    Freue mich sehr, dass Du mit dabei bist und wünsch Dir einen feinen Sonntag,
    Kebo

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    1. Vielen Dank, liebe Kebo! Es ist ein schönes Projekt, das Du ins Leben gerufen hast und es sind viele interessante Beiträge dabei! Die liebsten Grüße!

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  2. Jetzt muss ich wirklich mal gucken gehen, wo diese Statue steht. Schöne Liebeserklärung! Zuhause ist, wo das Herz ist.... oder so ähnlich.
    Liebe Grüße
    Gusta

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    1. Ja, übers Zuhausesein denke ich viel nach, aber der Spruch trifft es immer wieder. Alles Liebe!

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