Pläne für 2015

Ihr Lieben,

nun steht das neue Jahr noch ganz am Anfang und natürlich stelle ich mir da viele Fragen. Wie wird das Jahr verlaufen? Was wird passieren? Wo werde ich am Ende des Jahres stehen?


Natürlich sind es irgendwie jedes Jahr die gleichen Fragen, die man sich stellen kann und doch ist es in diesem Jahr bei mir anders. Letztes Jahr um diese Zeit - und schon davor - wusste ich, dass ich Reisen unternehmen würde, die Kreuzfahrt und der Aufenthalt am Bodensee standen fest, der Urlaub war eingetragen. Ich wusste, dass ich ordentlich etwas für die Uni würde tun müssen, damit ich irgendwann in weiter Ferne, vielleicht so 2015, meine Bachelorarbeit würde schreiben können. Das war furchtbar weit weg und die Frage, was wohl danach kommen könnte, war noch weiter weg.

Jetzt habe ich fast alle Seminare abgeschlossen, muss nur noch ein Referat halten und ein Portfolio abgeben und nebenbei die Bachelorarbeit schreiben. Nebenbei klingt, als wäre es eine Nebensache. In Wirklichkeit ist es für mich eine riesige Herausforderung. Es macht mir Spaß und ich habe ein spannendes, wirklich fabelhaftes Thema, aber es ist auch umfangreich, tiefgehend, forschend und fordernd. Es braucht viel Zeit und diese Zeit muss ich nebenbei - schon wieder dieses Wort! - auch noch für andere Dinge aufbringen.

Ich arbeite in einer kleinen Gruppe an einer Ausstellung, die im April eröffnet und für die ich leider derzeit fast nichts schaffe. Es ist dennoch eine riesige Veranwortung und eine ebenso riesige Arbeit, die ich sträflich vernachlässige weil sie für mich die geringste Priorität hat. Und dennoch ist selbst diese Priorität enorm hoch.

Außerdem habe ich einen Nebenjob im Stadtarchiv, wo ich ein Tagebuch transkribiere um einen Aufsatz für eine Festschrift zu verfassen. Es ist kein einfacher Nebenjob, der eben mal unter den Studienbedingungen leiden darf, es ist ebenfalls eine Veranwortung. Und auch diese Arbeit macht viel Spaß und kostet dennoch Zeit und Nerven.

Mein Plan für das neue Jahr ist also, all diese Dinge zu organisieren und zu schaffen und das zeitgleich: Ausstellung, Bachelorarbeit, Tagebuch, Studienende. Daran habe ich so viel zu tun, dass ich kaum die Zeit finde, mir Gedanken über die Fragen zu machen, die dennoch immer wieder durch meinen Kopf schwirren.

Was kommt danach? Nach dem Bachelor, vorausgesetzt ich schaffe das alles? Werde ich einen Job finden? Als Germanist? Mit einem Bachelor? Nur einem Bachelor? Wenn ja: Wie wird es sein, kein Student mehr zu sein? Geld zu verdienen? Und wenn nein: Master? Weiter studieren? Doch keine Veränderung? Alles wie immer?

Das sind wirklich existenzielle Fragen, die mir immer wieder furchtbare Angst machen. Und dazu dann noch ganz andere Fragen. Finde ich genug Zeit für meine Freunde? Fliege ich nach Lissabon um meine beste Freundin während ihres viermonatigen Aufenthaltes dort zu sehen? Fahre ich mit meiner anderen Freundin für einen Tag nach Prag? Werde ich Zeit für Urlaub haben? Und dann auch das Geld dafür? Werde ich nebenbei -!- genug Zeit für die schönen Dinge im Leben haben?

Wenn ich mir so Gedanken mache, dann denke ich natürlich auch an meine Beziehung. Wenn ich so Gedanken aufschreibe, so wie jetzt gerade, dann denke ich mir: Wie gut, dass meine Beziehung so wunderbar und so stabil ist. Das ist das einzige in meinem Leben, worüber ich mir absolut keine Gedanken machen muss. Es ist das beste, was ich in meinem Leben habe und die größte Unterstützung die ich mir vorstellen kann. Und dann wiederum habe ich plötzlich ganz schreckliche Angst davor, was passiert, wenn das aus irgendeinem Grund nicht mehr da wäre. Das mag ich mir allerdings gar nicht vorstellen und eigentlich, ganz realistisch gesehen, habe ich dafür auch gar keinen Grund.

Fazit? Ich habe gerade keine Ahnung, wohin mich mein Weg führen wird. Ich werde meine Bachelorarbeit schreiben, so gut ich es kann und dabei jede auf mich zukommende Herausforderung aufnehmen. Ich werde auch jede der anderen Aufgaben versuchen zu meistern, so gut es geht, so gut ich es kann und hoffe, dass das in jedem der Fälle gut sein wird. Aber ich weiß wirklich nicht was danach kommt. Ein komisches Gefühl, für mich, als Planungsmensch. Ich weiß nur eins: Welche Menschen ich stets an meiner Seite haben möchte. Ich hoffe, dass mir das gelingt.

Eure nachdenkliche Schattenmalerin

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