Mai

Und wieder ist ein Monat vergangen! Es ist deutlich sommerlicher geworden und in den Läden gibt es schon seit einiger Zeit wieder Spargel und Erbeeren- wie ich es liebe! Auch das Sommersemester ist vorangeschritten und ich habe bereits viele weitere Erkenntnisse. All das möchte ich mit Euch teilen, und zwar am liebsten wieder in Stichpunkten als Liste (ich mag Listen!). Zunächst zu meinen Seminarinhalten, ich bin eben begeisterte Germanistin:


  • Franz Dingelstedt und das dazugehörige Seminar haben sich ein bisschen gewandelt und meine Euphorie ist ein wenig gebremst. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich seit meinem letzten Eintrag hier irgendwie nicht viel neues über ihn oder seine Werke gelernt habe. Wir haben uns noch nicht (so richtig) mit Texten von ihm beschäftigt und drehen uns irgendwie mehr oder weniger im Kreis. In meinen eigenen Nachforschungen habe ich allerdings einen Bezug zwischen Franz Dingelstedt und den Brüdern Grimm festgestellt. Dingelstedt, der von 1814 bis 1881 lebte, schrieb und veröffentlichte 1840/41 ein Gedicht über Jacob und Wilhelm Grimm. Diese hatten 1837 durch ihre Beteiligung an den Göttinger Sieben, ihre Entlassung und ihren Landesverweis Aufsehen erregt. Sie kehrten zurück nach Kassel und gingen 1841 nach Berlin. Dingelstedt schrieb eine Hommage an die Grimms und bekundete offen seine Bestürzung darüber, dass sie Kassel verließen. Danach entstand offenbar ein kurzer Briefwechsel zwischen Jacob Grimm und Dingelstedt- eine Sache, die ich unbedingt weiter untersuchen möchte. Jahrzehnte später schrieb auch Wilhelm Grimms Sohn Hermann Grimm an Dingelstedt- ebenfalls sehr spannend, nicht?
  • À propos Briefe: In einem zweiten sehr spannenden Seminar beschäftigen wir uns ausschließlich mit Briefwechseln der Brüder Grimm, die wir edieren. Durch unser Seminar ist unser Dozent auf einige zum Verkauf angebotenen Briefe Jacob und Wilhelms gestoßen, die bisher unbekannt waren. Diese hat er gekauft...und mitgebracht! Ich hatte also einen echten Brief Jacob Grimms in meinen Händen! Unfassbar! 
  • Endlich lerne ich nun mittelhochdeutsch. Dieses Seminar habe ich bisher immer vor mir hergeschoben, bereits zweimal angefangen und dann doch nicht fertig gebracht. Nun aber, da mein letztes Seminar-Semester stattfindet, will und muss ich es durchziehen. Ich stehe dabei allerdings unter einem enormen Druck. Mein Freund ist ein absoluter mittelhochdeutsch-Profi, der voller Begeisterung diverse Minnelieder rezitieren, singen und übersetzen kann. Mein Ziel ist es jetzt also, dieses Seminar sehr gut zu absolvieren und es zu schaffen, mit ihm auf einer Augenhöhe zu sein, ebenso gute Übersetzungen zu verfassen und mit ihm gemeinsam über Probleme diskutieren zu können. Ich glaube nicht, dass er weiß, wie ehrgeizig ich dabei wirklich bin und bin gleichzeitig sehr gespannt ob er meinen Blog liest und mich darauf anspricht.
  • In einem weiteren Seminar erkundigen wir gerade die Arolser Weltchronik um in der Fürstenbibliothek Arolsen eine Ausstellung zu erstellen. Wir sind noch ganz am Anfang und entdecken gerade die verschiedenen Bilder in der Weltchronik um damit die Trickfilmklasse der Kunsthochschule zu überzeugen, einen Film zu erstellen.
  • Das letzte interessante Seminar in diesem Semester beschäftigt sich mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Damit die dort neu erworbenen Kenntnisse nicht theoretisch bleiben, arbeiten wir gemeinsam mti einem gemeinnützigen Verein zusammen und überarbeiten deren Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das bedeutet eine sehr enge Zusammenarbeit mit diesem Verein, tiefe Einblicke in deren Arbeit und viele interessante neue Lernaspekte - achje, ich klinge wie in der Pressemitteilung die wir dazu verfassen mussten! Nein, es ist wirklich interessant, aber...
  • ...ich habe das Gefühl, dass ich echt viel zu tun habe dieses Semester! Das oben sind ja nur die spannendsten Seminare, dazu kommen noch ein paar Pflichtveranstaltungen. Alles in allem sehr viel Arbeit und eigentlich habe ich gar nicht die Zeit, so viel Zeit in meine Blogs zu stecken, wie ich es dennoch derzeit tue...
Und was gibt es sonst noch?
  •  Wir haben mittlerweile ein wöchentliches Treffen mit dem besten Freund meines Freundes in unserem türkischen Lieblings-Café, probieren uns dort durch die verschiedenen Spezialitäten und genießen das schöne Ambiente und die Zeit, die wir so zusammen verbringen können.
  •  Ich habe gerade den Film "Julie & Julia" gesehen, den ich sehr empfehlen kann. Er erzählt -nach wahren Begebenheiten- die Geschichte einer jungen Amerikanerin -Julie Powell-, die innerhalb eines Jahres ein französisches Kochbuch durchkocht. Gleichzeitig wird die Geschichte der Frau erzählt, die dieses Kochbuch ab 1949 verfasste: Julia Child. Ein wirklich toller Film, der gleich wieder Lust macht, weiterzukochen. Mein Kochblog erfreut sich Beliebtheit, auch wenn ich seit einer Woche nichts mehr geschrieben habe- einfach, weil ich seit rund einer Woche nichts Nenneswertes mehr gekocht habe. Dennoch...
  • ...überlege ich, ob ich nicht auch so ein Projekt anfangen sollte. Ich habe sogar schon eins meiner vielen Kochbücher gefunden, das sich sehr gut dafür eignen würde- knapp über 600 Rezepte. Innerhalb eines Jahres unmöglich- aber vielleicht innerhalb zweier Jahre? Immer wieder schaue ich zu besagtem Kochbuch herüber. Ich hätte da wirklich Lust drauf. Und es sind viele sehr interessante, herausfordernde, leckere, außergewöhnliche Rezepte darunter. Aber bin ich bereit, Lamm zuzubereiten? Und Hummer? Abgesehen von den moralischen Fragen, habe ich natürlich auch finanzielle Bedenken. Das wird sicherlich nicht gerade günstig. Auf der anderen Seite sind auch viele günstigere Rezepte darunter...ob es möglich ist, die teuren Zutaten so aufzuteilen, dass es schaffbar ist? Jetzt, als Student, habe ich weniger Geld, aber mehr Zeit- ob ich in wenigen Jahren, wenn ich einen guten Job habe, noch die Zeit dafür habe? Ich bin mir sicher: Dieses Gedanken werde ich mir noch eine Weile machen und vielleicht fange ich es an...vielleicht nicht? Ich werde es Euch wissen lassen!

Soviel von mir! Habt ein schönes Wochenende,



Eure Schattenmalerin

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