Zuhause II

Guten Abend,

schon vor geraumer Zeit widmete ich in einem Beitrag dem Thema "Zuhause".

In den letzten Wochen ist dieses Thema für mich erneut sehr gegenwärtig. "Schläfst Du zuhause oder in der WG? Frühstück?" wurde ich heute per SMS vom Vater meines Freundes gefragt. Wie auch immer es gemeint war, ob provokatiov oder einfach nur so herzlich und warm wie ich es in den letzten Wochen hier erleben durfte- es brachte mich zum Nachdenken. Ich lebe in einer WG. Zumindest habe ich ein WG-Zimmer gemietet, bezahle jeden Monat Miete dafür, bin dort gemeldet und habe fast alles was ich besitze dort. Abgesehen von den Dingen, die ich fürs tägliche Leben brauche. Und ein paar Luxusartikeln. Und...und...und...eigentlich also alles, was ich brauche. Ich wohne nicht mit meinem Freund zusammen, ich habe eine eigene WG. Was theoretisch wahr ist, fühlt sich anders an. Ich verbringe "hier" meine meiste Zeit. Wir verbringen hier unsere Zeit. Heute ist mein Freund nicht da, kommt morgen Abend erst wieder. Und ich? Ich bin "hier". Und obwohl es nicht meine Wohnung ist fühle ich mich hier wohl und geborgen. In die WG fahre ich momentan primär um Post zu holen. Oder Dinge, die ich doch noch brauche. Letztens habe ich meine Backform und meine Box mit Backzutaten geholt und in der Küche platziert. Als der Vater meines Freundes diese Dose wegräumte sagte er "Wer sich in unseren Herzen breit macht, darf das auch im Haus." Und so beantwortete ich die SMS vorhin mit "Zuhause :). Frühstück klingt toll!".

Ich bin also zuhause. Und ich bin es noch mehr, wenn mein Freund wieder hier ist. Denn alleine zuhause ist nicht so schön wie gemeinsam zuhause zu sein.

Beste Grüße,

Eure Schattenmalerin

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