Nachtgedanke.

Zu später Stunde ein paar meiner Gedanken, sicherlich nicht neu und dennoch immer wieder aktuell...

In was für einer Welt leben wir eigentlich? Es sind die Menschen, die wir am meisten lieben, die uns am schlimmsten verletzen. Die Menschen, denen wir vertrauen, die uns verraten. Die, denen wir alles geben würden, die uns dann alleine lassen.
Und dann sind da die, von denen wir es am wenigsten erwarten, die für uns da sind. Die, an die wir gar nicht mehr dachten, die uns ein Lächeln schenken. Die, von denen wir einst verletzt wurden, die nun für uns da sind.
Und so werden die einen Menschen zu den Anderen, und die Anderen und den Einen. Und dann gibt es da noch die wenigen Menschen, die seltenen Ausnahmen, die immer da sind, uns immer beistehen, lieben und denen wir vertrauen können, immer. Wenn man so einen Menschen gefunden hat, ist es das Kostbarste auf der Welt, unbezahlbar.

2 Kommentare:

  1. Sehr geehrte Schattenmalerin!

    Durch Zufall geriet ich auf Ihre Gedanken in diesem Internetauftritt. Dafür herzlichen Dank!

    Ihren Gedanken nach zu urteilen, zählen Sie zwischen 18 und 25 Jahren, korrigieren Sie mich, sollte ich falsch liegen. Also in Mitten der Generation "maybe." Sie und die Menschen in Ihrer Umgebung haben viele Möglichkeiten, eine Entscheidung zu treffen. Doch die Möglichkeit nutzen nur wenige - und wenn doch sehr zaghaft. "Maybe" (deutsch: vielleicht) erscheint mir bei Gesprächen mit Personen Ihren Alters sehr häufig.

    In Ihren Eintrag "Nachtgedanke" geht es womöglich, wie so häufig (und das ist gut so!) um das Thema Liebe. Sie stehen zwischen zwei Menschen? Oder haben sich verliebt und sind nicht sicher? Sie tun sich überaus schwer bei Entscheidungen?

    Sehr geehrte Schattenmalerin, ich mag nicht altklug daher schreiben. Aber eine meiner Erfahrungen möchte ich Ihnen - als kleinen Dank für Ihre Offenheit - gern mit an die Hand geben. Was Sie daraus machen bleibt Ihr persönliches "maybe!"

    Ein Freund wollte lange Zeit nicht wahr haben, welche junge Dame die seines Herzens ist. Sie liebt ihn, das ist mehr denn als offensichtlich, sie sagte es einst eindeutig. Ihre Liebe ging so weit, dass sie eine Distanz zwischen "ein Freund" und ihr aufbaute, um ihn mit ihrer Liebe nicht weiter zu belasten. Was sie damit erreichte, war genau das Gegenteil: "Ein Freund" vermisste sie, ihre Freundschaft, die Geborgenheit, die sie ihm immer schenkte. Eigentlich sogar in ihrer Abwesenheit schenkte. Irgendwann erkannte "ein Freund", was für einen Menschen er dort gefunden hatte.
    Was meinen Sie, wie "ein Freund" handelte - richtig, er traf eine Entscheidung. Die richtige, gesteuert von Vernunft, Herz und Liebe.

    Zwischenzeitlich verliebte er sich - ähnlich wie ich es bei Ihnen vermute, auch gestützt auf die Thesen des vorherigen Eintrages - in eine, "maybe" sogar mehrere andere. Kurzweil, unter der "sie" litt, es aber stets ertrug. Aus der Distanz.

    Der Kurzweil wegen verletzte "ein Freund" den Menschen, den er unterbewusst am meisten liebte sehr.

    Schattenmalerin, entscheiden Sie! Fernab der Kurzweil, des Verliebtseins. Sie finden Ihre Liebe! "Maybe" sucht auch jemand Distanz zu Ihnen, der Sie wirklich so liebt wie Sie sind.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute. "Maybe" erfreuen Sie mich weiterhin mit dem ein oder anderen Eintrag - ich bin gespannt.

    Ihr anonymer Leser, der "sicher" weiter liest.

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  2. Sehr geehrter anonymer Leser,

    ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Worte, die ich mir nun vielmals durchgelesen habe. Immer und immer wieder. Ich versuche ganz zu erfassen, was Sie mir mitteilen möchten. Sie sagen viel Wahres, ja.

    Mit Ihrer ungefähren Alterseinschätzung liegen Sie richtig. Allerdings nicht damit, dass ich zwischen mehreren Menschen stehe. Ob ich verliebt bin, oder nicht, auch das weiß ich ganz ehrlich nicht. Denn was bedeutet es schon, verliebt zu sein? Einen Menschen toll zu finden, an ihn zu denken, dabei lächeln zu müssen, sich zu fragen: "Was wäre wenn...?". Reicht das schon? Ich denke nicht. Aber vielleicht ist es der Anfang.

    Sehr geehrter Leser, ich danke Ihnen für die Geschichte, die Sie mir erzählen. Sie bewegt mich in meinem Herzen und meinem Kopf. Das ist das, was ich erst einmal damit mache. Ob und wenn ja wie sie mich weiter begleiten wird, beeinflussen wird, das weiß ich noch nicht, das kann ich nicht sagen. Es freut mich, dass Ihr Freund sein Glück gefunden hat, seine Herzensdame und erkannt hat, was sie ihm bedeutet. Erkenntnis ist ein Prozess, der oft viel Zeit kostet und nicht zuletzt Mut.

    Erkenntnis ist das, woran es mir momentan mangelt. Ich fürchte, ich bin derzeit ein Mensch, der andere verletzt, ungewollt. Nur indem ich bin, wie ich bin.

    Ich danke Ihnen für Ihre Wünsche. Ja, ich möchte meine Liebe finden und hoffe, dass das irgendwann der Fall sein wird. Dass meine Liebe sich mir zeigt, so klar, dass ich es erkennen kann und mir ganz sicher bin.Und bis dahin werde ich versuchen, hier meine Gedanken zu teilen und freue mich, Sie als Leser zu haben, mit Ihren Ansichten und Ideen, Ihren Worten und Gedanken.

    Auch ich wünsche Ihnen alles Gute!
    Ihre Schattenmalerin

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