Menschen- mal wieder...

Hallo ihr Lieben,

heute einmal wieder ein meiner kleinen Beobachtungen zwischendurch:

Menschen nehmen in öffentlichen Räumen immer den größtmöglichen Abstand zueinander ein. Warum ist das so? Auf fünf nebeneinanderstehenden Stühlen an einer U-Bahn-Station setzt sich der erste Mensch ganz an die eine Seite. Der zweite Mensch ganz an die andere. Der dritte Mensch setzt sich nicht neben einen der anderen beiden, sondern in die Mitte. Ein vierter Mensch- wenn er nicht gerade ganz alt, ganz jung oder in irgendeiner besonderen körperlichen Verfassung ist- entscheidet sich spontan, sich nicht zu setzen sondern steht lieber ein paar Meter entfernt. Ist Euch das auch schon aufgefallen?
Ebenso in der U-Bahn selber. In diesen Vierersitzen, die eigentlich auch zwei gegenüberliegenden Sitzbänken bestehen, sitzt meistens ein Mensch am Fenster, der andere auf der gegenüberliegenden Seite am Gang. Ich finde das oftmals befremdlich. Haben die Menschen wirklich so viel Angst voreinander, Angst vor dem Kontakt zu anderen Menschen? Vor Nähe? Ist es das, was "Großstadtleben" ausmacht? Möglichst anonym zu bleiben?

Wie herzlich empfand ich da heute doch den alten Mann, der mich mitleidig anlächelte, als ich das innerhalb kürzester Zeit zum vierten Mal meine Nase putzen musste. Als mir bei der Suche nach weiteren Taschentüchern dann der Beipackzettel aus der Jackentasche zu fallen drohte, wies er mich freundlicher Weise darauf hin. Den könne ich wohl noch gebrauchen. In der Tat. Wie ungern ich krank bin!

Ich wünsche Euch alles Gute! Und vielleicht setzt ihr Euch ja das nächste Mal direkt neben einen anderen Menschen ;)

Eure Schattenmalerin

PS: Song Challenge Day 25 - A song that makes you laugh
Eigentlich hatte ich ja Lust eine Band zu Posten, die ich gerade echt gerne höre. Die muss dann aber leider noch warten. Denn zu diesem Thema passt nur eins.
Dschungelbuch- Probiers mal mit Gemütlichkeit!


1 Kommentare:

  1. Ja das ist mir auch schon aufgefallen. Auch in der Psychologie findet dies beachtung.. besonders in den Gruppensituationen und Rollenfindung. Es ist für die meisten Menschen jedes mal eine neue Situation und ihr innerer Instinkt sagt ihnen: Pass auf, geh in Deckung. Darum setzen sich Menschen erstmal genau entgegengesetzt zu anderen. Ebenso haben viele Menschen davor Angst, was das Gegenüber von einem Denken könnte (meist unbegründet). Glücklich sind die, die diesen Alltagstrott durchdringen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die von einer kleinen Stadt bzw. Dorf kommen eine andere Mentalität haben. Sie sind nicht so sher auf die anonyme Art aus sondern eher kommunikativ. Ich denke das kommt weil sie in einem anderen Kontext großgeworden sind. Während ich durch eine Großstadt gehe und keine Menschenseele mich zu beachten scheint, werde ich in kleinen Städten und Dörfern von allen gegrüßt, selbst wenn ich genau weiß: Die können mich nicht kennen.

    musicae: Tiny Tim - dancing in the sunlight loving in the moonlight

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