Neues Jahr.

Hallo,

ja, da ist es also. Das neue Jahr 2012. Natürlich wünsche ich Euch allen ein gutes, erfolgreiches und glückliches Jahr und ich hoffe, ihr habt schön gefeiert. Überall lese ich derzeit irgendwelche Wünsche für das neue Jahr und gerade im Moment frage ich mich, ob ich wohl die einzige bin, die mit gemischten Gefühlen das neue Jahr beginnt.

Was kommt auf mich zu, dieses Jahr? Wie verändern sich dieses Jahr die Beziehungen zu den Menschen, die ich liebe? Was bringt das neue Jahr? Wer wird am Ende dieses Jahres noch bei mir sein?
Ich habe irgendwie auch Angst vor diesem neuen Jahr, ohne, dass ich genau beschreiben kann, warum. Vielleicht, weil schon gestern, am ersten Tag des Jahres die erste hochemotionale Herausforderung zwischenmenschlicher Beziehungen auf mich zu kam und sich momentan all meine Gedanken darum kreisen. Es ist für mich erstaunlich, wenn ich die letzten Wochen beobachte, wie schnell einem ein Mensch ans Herz wachsen kann und wieviel Risiko es dann mit sich bringt, vollkommen ehrlich zu sein. Diese Ehrlichkeit, die meiner Meinung nach unabdingbar ist/ war, bringt mich jetzt an den Rand der Verzweiflung. Die Angst, jemanden zu verlieren, der einem innerhalb kürzester Zeit lieb geworden ist, ist furchtbar und für mich irgendwie ganz anders, als vorherige Gefühle. Freundschaft ist etwas, das so schwer zu finden ist und so gut zu bewahren ist und für mich existentiell wie die Luft zum Atmen ist. Ich weiß nicht weiter, und mir bleibt nichts als abwarten. Und darin bin ich nicht gut, leider.

Euch das Beste,
Eure Schattenmalerin

PS: Day 21- a song that you listen to when you’re sad
Revolverheld- Halt Dich an mir fest
Für N. der es bestimmt nicht liest. Danke, dass Du Dir mit mir den Sturm anhören möchtest.

1 Kommentare:

  1. Die meisten Menschen unterdrücken ihre Emotionen - zumindest für die weite Öffentlichkeit. Wer will auch schon gerne das andere Wissen wie es einem wirklich geht? Ebenso ist die fast heuchlerische Frage des Smalltalks "Wie gehts?" Es wurde in einem meiner Seminar in XXXXXXXXXXXXX den Studenten gesagt, wir sollen auf die Frage einmal so ehrlich und ausführlich Antworten wie wir können. Die wenigsten haben diesem Experiement folge geleistet.. wer will schon anderen Seine Probleme erklären, wo es doch um einiges leichter ist zu lachen und seine Gefühle für sich zu behalten? Oder sich mit den Problemen anderer sich intensiv zu befassen? Wobei letzteres doch (glücklicher Weise) bei vielen Einklang gefunden hat und Beziehungen stärken kann.

    "Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen." (Sven Hedin)

    Wir können meist nicht vorhersagen was in Zukunft passieren wird und auch die Personen die uns wichtig sind können uns verlassen oder neue kommen hinzu. Es gilt das Leben so zu genießen wie es ist - mit allen höhen und tiefen.. sei es eine Freundschaft die aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen wird oder jemand der für eine andere Person etwas empfindet was diese unmöglich wiedergeben kann. Doch die Schwierigkeit ist damit umzugehen. Während bei manchen das klärende Wort wunder bewirkt, kann es bei anderen einfach alles was vorherwar zerstören und alles verändern. Leider gibt es hier kein Patentrezept und man muss abwägen bzw. ins kalte Wasser springen. Oftmals hilft eine Beratung durch Freunde.. aber manchmal auch nicht - da auch Freunde selten Objektiv beurteilen können.
    Leider gilt: Bei solchen Gesprächen ist mind. eine Person danach unglücklich.. und ob eine Freunschaft danach noch möglich ist weiß keiner vorherzusagen. Hör auf dein Herz und tue das was du als richtig empfindest, auch wenn es manchmal schwer zu sein scheint.

    musicae: Hans Zimmer: Kings of the past (lion king)

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