Durchtanzte Nacht- die andere Seite!

Gestern war bei uns an der Uni Semesterauftakts-Party, organisiert vom Asta- immer wieder ein Event.Meine WG wollte hin, deswegen kaufte ich Karten und war auch da. Allerdings war ich angestellt vom Asta und arbeitete an der Garderobe. Und das passierte alles...
Donnerstag, 2030 Uhr: An der Mensa angekommen, Armband bekommen, erste Einweisungen für die Garderobe bekommen und Mitarbeiter kennengelernt. Die Band hatte gerade Soundcheck, daher war die Einweisung etwas schwierig zu verstehen, aber kein Problem. Kasse mit Wechselgeld bekommen und gezählt.
2100 Uhr: Die Party geht offiziell los. Wir stellen fest, dass die Garderobe genau zwischen Mainfloor und Elektrohalle ist und wir beides gleichzeitig, gleichlaut hören. Außerdem haben wir direkten Einblick in den VIP-Bereich der Band. Erste Jacken werden abgegeben. Alles ruhig.
2200 Uhr: Noch immer dominiert die Ruhe unsere Arbeit. Ein paar wenige Jacken haben wir schon, die Musik ist dennoch laut und auf der Tanzfläche tanzen zwei Pärchen Discofox.
0000 Uhr: Der erste Schwung ist vorbei. Es ist Stress pur. Die Menschen sind ungeduldig und unverständnisvoll. Aber es lässt sich aushalten. Irgendwie. Und das ohne einen Schluck Alkohol. Aber dafür machen wir zwei unseren Job auch zieemlich gut, erste Jacken werden schon wieder abgeholt und es klappt alles. Meine WG ist mittlerweile auch da. Mein Freund schreibt mir eine SMS, dass er ins Bett geht...
0130 Uhr: Die Garderobe ist voll! Voll! VOLL! Warum verstehen das die Menschen nicht? Mehr Platz gibt es nicht. Mal abgesehen davon, dass wir irgendwann auch den Überblick verlieren würden. Und nein, ich kann keine Jacken "da an die Seite" legen. Nein, auch nicht für 10€. Und nein, flirten bringt bei mir gar nichts. Kontraproduktiv wenn der Finanzbeauftragte des Asta mir dann seine Jacke in die Hand drückt und "Nimm mal" sagt. Toll zum Erklären. Es werden mittlweile nur noch Jacken angenommen, wenn andere Sachen gerade abgeholt werden. Das Erreichen der unteren Kleiderstange stellt sich als echtes Problem heraus. Aber immerhin: Es fehlen keine Nummern, und es ist wenig falsch sortiert.
0230 Uhr: Menschen mit verlorenen Abholnummern sind besonders nett. Sie glauben, sie haben das Recht, jetzt sofort in die Garderobe zu kommen um ihre Jacke zu finden. "Was für eine Jacke ist es denn?"-"So'ne schwarze."-"Irgendwas besonderes dran? Marke? Tascheninhalt?"- "Schwarz." Toll!
0300 Uhr: Die Mensa wird geschlossen, weil sie am kommenden Morgen wieder benutzbar sein muss. Der Ansturm ist groß, aber wir sind/bleiben gelassen und alles klappt. Es zieht sich hin, einige holen ihre Sachen nicht ab. Wir fangen an, die Garderobe abzubauen, aufzuräumen.
0400 Uhr: Noch zehn Jacken. Dafür ist der Rest der Garderobe abgebaut. Das Licht ist an, Musik ist aus, überall wird geputzt. Der vor Stunden noch volle Saal beinhaltet mittlerweile viel Müll und etwa zwanzig Mitarbeiter. Ein Sanitäter sucht einen französischsprechenden Menschen als Dolmetscher. J'essaie d'aider. Ein junger Mann ist verletzt, versteht aber nichts, braucht dringend eine Impfung und eine Behandlung. Nach einer halben Stunde wissen wir: Nein, er ist kein Austauschstudent, er kommt aus Algerien...Die gerufenen Sanis vom Krankenhaus sind kurz vorm Ausflippen, weil sie die Notwendigkeit nicht sehen. Die Sanis vor Ort schon. Ich versuche dem jungen Mann all das zu erklären. Klar, ich hab auch das nötige Fachvokabular...Die Sanis vom Krankenhaus geben auf und nehmen den Mann mit. Mein Einsatz ist beendet. Ich darf mich nun dem Aufräumen widmen.
0545 Uhr: Die Mensa ist in einen Zustand zurückversetzt, der okay ist. Rund um die Mensa haben wir gefühlte dreihundert zerschmetterte Glasflaschen eingesammelt, gefegt, Müll zusammengepackt. Der Glaskasten der Mensa wurde zerstört. Es ist mittlerweile hell, die Vögel zwitschern, im Pavillon werden Brötchen gebacken. Mir fällt auf, dass ich seit dem vorherigen Mittag nichts gegessen habe- egal. Nach einem kurzen Besuch beim Asta gehts mit der Bahn heim.
0630 Uhr: Bett!
1330 Uhr: In meiner WG ist es laut, ich steh auf und trinke Kaffee. Alles okay. Alles gut.
1730 Uhr: Nach vielen Erdbeeren, einem halben Flammkuchen und einfach nur Ruhe werde ich langsam wieder müde. Heute mache ich nicht mehr viel.

Alles Liebe soweit,
Eure Schattenmalerin

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 

Zuletzt...

gelesen: Suzanne Collins - Catching Fire

gesehen (Kino): Dr. Strange

gesehen (Zuhause- Film): Indiana Jones II

gesehen (Zuhause- Serie): Downton Abbey (Staffel 4)

gewesen (Reise): London.

Piep, piep:

Beliebte Beiträge