Unzufrieden.

Guten Abend!
Der heutige Tag war alles in allem sehr ernüchternd für mich. Viel zu früh, aber im Gegensatz zu gestern wenigstens ohne Bauchschmerzen, musste ich zur Vorlesung. Die war zur Abwechslung auch mal ganz spannend! Danach wollte ich mit Brötchen und Kaffee in den Pavillon setzen. Als ich eendlich einen Platz mit Steckdose für mein Netbook hatte, musste ich feststellen, dass ich keinen Internetzugang bekomme. Mist! Also fing ich so an, meine Artikel für die Zeitung zu schreiben. Doch irgendwie klappte das überhaupt nicht, ich bekam keinen guten Satz zustande, meine Gefühle und Worte verbarrikadierten sich und alles stellte sich quer! Furchtbar! Irgendwie klangen beide Artikel am Ende fast gleich, obwohl es um zwei völlig verschiedene Dinge ging. Das konnte ich erst einmal vergessen!
Den Reader im Copyshop gabs ohne Probleme, dafür war die Vorlesung sehr, sehr langweilig und der Dozent furchtbar anstrengend. Nicht mein Fach! Mit der Straßenbahn nach Hause und dort feststellen: Boah, sieht's hier aus. Bad dreckig, Küche dreckig, Zimmer chaotisch und in wenigen Stunden kommen Leute, die sich das freiwerdende Zimmer ansehen! Also hab ich geputzt, abgewaschen, gefegt, mein Zimmer aufgeräumt, gestaubsaugt... Ich hasse es ja! Und noch mehr, wenn die neue Neon auf mich wartet. Dann war es aber irgendwie auch schon kurz vor Sechs und auch wenn noch keiner aus meiner WG da war- um Sechs sollte ja die Erste kommen.
Langsam trudelte der Rest dann mal ein, während ich Kekse auspackte. Die Bewerberin kam dann auch vor den letzten Mitbewohnern, einer kam gar nicht (oookay, der schreibt auch seine Doktorarbeit und muss morgen fertig sein).

Jetzt liegt ein Abend mit drei Bewerbern, vielen Keksen, Tee, Wein und viel Essen hinter mir und die ernüchternde Erkenntnis: Ich passe nicht zu meiner WG, oder meine WG nicht zu mir. Den Bewerber, den ich richtig toll fand, fanden alle anderen geschlossen blöde. Die Top-Favoritin der anderen finde ich zwar nett, kann mir aber nicht vorstellen, wie es ist mit ihr zusammen zu wohnen, weil wir auf den ersten Blick wohl so gar nichts gemeinsam haben. Die Dritte...achja...ganz okay. Mich ärgert es halt einfach nur so sehr, dass Einer dabei ist/war den ich absolut super fand. Wenn alle nicht soo doll gewesen wären, dann wär es mir ja egal, ich bin ja recht umgänglich. Aber wenn schon einer daherspaziert, der so sympathisch wirkt! Das lässt mich einfach nur fragen, warum ich die Einzige bin und warum die anderen den nicht mögen. Ich kann deren Gründe nicht nachvollziehen und stelle mir langsam die Frage: Hätten genau diese anderen meiner Mitbewohner, die nun entscheiden, mich ausgewählt? Ich bezweifle es immer mehr! "Ich" war eine Entscheidung von 4 Leuten, die nicht mehr hier wohnen, von 1 der jetzt auszieht und von 2 die nicht da waren, als ich mich bewarb. Ich bin einfach nur enttäuscht vom Verlauf des Abends. Denn ich weiß ja, dass es völlig zwecklos wäre meinen Favoriten zu nehmen, wenn ihn keiner ausser mir mag. Aber schade ist es, so sehr.

Zu allem Überfluss muss ich morgen auch um 06.45 Uhr in der Uni sein, heute Abend allein einschlafen und morgen unvorbereitet zum Tutorium gehen- wann hätte ich heute dafür noch was tun sollen?!

Ein blöder Tag. Es kann nur besser werden, hoffe ich. Obwohl wir nur noch einen Bewerber auf das Zimmer haben- wer will schon ein riesen Zimmer zum riesen Preis?!
Ich melde mich wieder. Irgendwann.
Eure Schattenmalerin

1 Kommentare:

  1. Diesen Artikel jetzt, mehr als drei Jahre später zu lesen, ist außerordentlich interessant. Zu meiner WG habe ich wohl nie gepasst. Das riesengroße Zimmer bezog letztlich ein durchaus netter Mensch, eigentlich sogar der einzige meiner Mitbewohner, den ich jemals wirklich mochte. Mittlerweile bin ich ausgezogen und habe das Kapitel WG für mich beendet. Spannend, wie Dinge sich ändern!

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